Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Nahwärmenetz rückt immer näher

Die potenziellen Abnehmer für Nahwärme in der Rimstinger Ortsmitte sind grün eingefärbt: Der größte grüne Kasten links oben ist die geplante Turnhalle, rechts davon sind die Schule und das Rathaus zu erkennen.  Grafik Pepro Thümmler
+
Die potenziellen Abnehmer für Nahwärme in der Rimstinger Ortsmitte sind grün eingefärbt: Der größte grüne Kasten links oben ist die geplante Turnhalle, rechts davon sind die Schule und das Rathaus zu erkennen. Grafik Pepro Thümmler

Das Projekt "Nahwärmeversorgung Ortsmitte - Hackschnitzelheizanlage" wird weiter verfolgt. Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen. Vorausgegangen war die Präsentation einer Machbarkeitsstudie.

Rimsting - Die Studie hatte das Gremium bei der Firma "aqotec" aus Weißenkirchen im Attergau in Österreich in Auftrag gegeben. Den Anstoß zu dem Projekt hatte der Rimstinger Arbeitskreis Energieautarkie gegeben.

Die Präsentation übernahm "aqotec"-Projektleiter Wolfgang Baumgartner. Für Fragen stand auch der Geschäftsführer des Ökomodells und Biomassehofs Achental, Wolfgang Wimmer, Rede und Antwort.

Das Nahwärmenetz in der Ortsmitte soll die Schule und die geplante neue Turnhalle sowie 27 Wärmekunden umfassen, die knapp 2200 Megawattstunden (MWh) im Jahr abnehmen. Die Trasse wäre gut 1,5 Kilometer lang. Den Brennstoffbedarf bezifferte Baumgartner auf gut 4200 sogenannte Schüttraummeter. Bei einem angenommenen jährlichen Verbrauch von 220000 Liter Heizöl der berücksichtigten Anwesen ergebe sich bei Verwirklichung des Projekts eine Einsparung von rund 560 Tonnen Kohlendioxid im Jahr.

Die Gesamtinvestitionskosten (Heizhaus und Fernwärmenetz mit Übergabestationen und Tiefbau) bezifferte der Fachmann auf 1,63 Millionen Euro. Mit einer Förderung von knapp 180000 Euro der KfW sowie weiteren Zuschüssen im Rahmen des Klimaschutzkonzeptes kann die Gemeinde nach Baumgartners Worten rechnen. Die Anschlusskostenbeiträge bezifferte er auf 153000 Euro.

Bezüglich der Wirtschaftlichkeit sagte Baumgartner für die Nahwärme am Beispiel eines Einfamilienhauses eine Einsparung von 13,5 Prozent im Vergleich zum Heizöl voraus. Bei der Schule liege die Einsparung bei 5,5 Prozent.

Baubeginn im Herbst als Ziel

Baumgartner erklärte auf Nachfrage, dass bei der Kalkulation die Wärmemenge für 15 bis 20 Einfamilienhäuser zusätzlich eingerechnet worden sei.

Als weitere Schritte nannte er die Erarbeitung eines Wärmepreismodells mit Erstellung der Wärmeliefervorverträge. Als zeitliches Ziel nannte er einen Baubeginn im Herbst 2014. Bis zur Inbetriebnahme der Anlage geht er von einer Bauzeit von acht bis zehn Monaten aus.

In der Diskussion verwies Bürgermeister Josef Mayer darauf, dass es sich nur um eine erste Machbarkeitsstudie handle, aber mit allen möglichen Abnehmern, die der Kalkulation zugrunde liegen, persönlich gesprochen worden sei. Die tatsächliche Unterzeichnung von Verträgen als belastbare Basis für die endgültige Entscheidung des Gemeinderates, ob das Heizwerk tatsächlich verwirklicht werden soll, nannte er als nächsten Schritt.

Der Bürgermeister gab auch zu bedenken, dass bei den hohen Kosten der Laufmeter des Fernwärmenetzes das eine oder andere Gebäude vielleicht nicht mehr wirtschaftlich angeschlossen werden könnte.

Als ein sehr wichtiger potenzieller Abnehmer wurde die sozialtherapeutische Behinderteneinrichtung "Ertl-hof" mit einem Jahresverbrauch von 40000 Liter Heizöl genannt.

Die Frage, ob die benötigten Hackschnitzel für die Zukunft ausreichen, wurde von Baumgartner und Wimmer bejaht. Die 50000 bis 60000 Kubikmeter Hackgut seien eine relativ kleine Menge die problemlos beschafft werden könne.

Zur Frage der Investitionssumme wurde klargestellt, dass die Anlage über Kredite finanziert und sich selbst tragen müsse. Die Verwaltung wurde beauftragt, die erforderlichen weiteren Schritte vorzubereiten. th

Kommentare