Nachverdichtung am „Kreuzfeld“

Bernau – Einstimmig hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die Weichen gestellt für eine Änderung des Bebauungsplans „Teil des Kreuzfelds“ – allerdings erst nach einer Diskussion.

Matthias Vieweger (CSU) hatte die Grundsatzfrage nach einer kompletten Überarbeitung dieses Jahrzehnte alten Bebauungsplans in den Raum gestellt. Damit könnte die seiner Meinung nach zu massive Verdichtung mit Mehrfamilienhäusern mit Eigentumswohnungen in diesem Bereich vielleicht gebremst werden. Auch im konkreten Fall geht es wieder um ein neues Mehrfamilienhaus. „Sonst dürfen wir nicht in Sonntagsreden von bezahlbarem Wohnraum reden. Dann gibt´s halt keinen.“ Für eine Kehrtwende scheint es aber in diesem speziellen Fall zu spät zu sein. „Der Gemeinderat  hat schon fünf oder sechs Ausnahmen zugestimmt“, sagte Zweiter Bürgermeister Gerhard Jell (CSU). Er sowie unter anderem Peter Pertl (CSU) und Katrin Hofherr (SPD) zeigten sich „hin und her gerissen“, sprachen sich aber grundsätzlich für innerörtliche Nachverdichtung aus. Eigentlich wollte sich der Gemeinderat dieser Tage in einer Klausur grundsätzlich mit der Ortsentwicklung auseinandersetzen. Sie musste aber wegen der Corona-Pandemie auf unbestimmte Zeit verschoben werden. db

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