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Er prägte durch Mundart die Nachwelt

Hochzeitslader „Bicha Koni“ Konrad Mayer aus Siegsdorf ist im Alter von 87 Jahren verstorben

Konrad Mayererhielt 2002 für seine Brauchtumsarbeit die Ehrenmedaille der Gemeinde Siegsdorf.
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Konrad Mayer erhielt 2002 für seine Brauchtumsarbeit die Ehrenmedaille der Gemeinde Siegsdorf.
  • VonFranz Krammer
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Der aufmerksame Beobachter vieler Menschen und des Dorfgeschehens war durch seine Tätigkeit als Hochzeitslader und Mundartschreiber über den Chiemgau hinaus bekannt.

Siegsdorf – Der weit über den Chiemgau hinaus bekannte und beliebte Siegsdorfer Hochzeitslader und Mundartschreiber Konrad Mayer ist am 10. März, im Alter von 87 Jahren, verstorben.

Der „Bicha Koni“, wie er in seiner Heimatgemeinde genannt wurde, hat in 32 Jahren als Hochzeitslader 488 Brautpaare vor den Altar begleitet und sie humorvoll und traditionsbewusst durch ihren Festtag begleitet, wobei ihm immer auch das festliche „Laden“ der Ehrengäste besonders wichtig war.

Mit seinen gereimten Geschichten und Gedichten aus dem Leben der Gemeinden und Familien bereicherte er nicht nur die vielen Hochzeitsfeiern, sondern prägte damit 30 Jahre lang auch den „Dorfhoagart“ des Trachtenvereins Siegsdorf. In mehreren Büchern hielt er seine Geschichten, die er auch auf vielen Mundarttreffen zwischen Oberland und Salzburg zum Besten gab, für die Nachwelt fest. Für seine weit über die Grenzen der Gemeinde hinausgehende Brauchtumsarbeit wurde ihm von der Gemeinde Siegsdorf 2002 die Ehrenmedaille der Gemeinde verliehen.

Ein Hochzeitsladerkollege erfüllte ihm mit einer Alphorn-Weise den letzten Wunsch

Eine große Trauergemeinde, angeführt von den Vereinsfahnen, begleitete seine Frau Rosi und seine fünf Söhne mit ihren Familien auf seinem letzten Weg ans Familiengrab des Siegsdorfer Friedhofs. Neben einem Vertreter der Gemeinde hielten auch seine ehemaligen Hochzeitslader-Kollegen und der Vorsitzende des Trachtenvereins Siegsdorf einen ehrenden Nachruf.

Zu den Klängen der Musikkapelle Vogling-Siegsdorf senkten sich die Fahnen über das Grab, bevor ihm ein Hochzeitslader mit einer Alphorn-Weise einen letzten Wunsch erfüllte. Mit Mayer hat die Gemeinde einen interessierten und aufmerksamen Beobachter der Menschen und des Dorfgeschehens, aber auch ein liebenswertes Original und handfesten Trachtler verloren. Der Bicha Koni hatte die besondere Gabe, andere Menschen zum Lachen zu bringen. BS

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