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Ein ereignisreiches Leben findet seine letzte Ruhe

Regina Enzinger wird in Breitbrunn nach 98 Lebensjahren zu Grabe getragen

Regina Enzinger
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Regina Enzinger
  • VonKarl Wastl
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Regina Enzinger fand nach 98 Lebensjahren auf dem Breitbrunner Gottesacker ihre letzte Ruhe. In der Trauerfeier, die vom Kirchenchor umrahmt wurde, ging Gemeindereferentin Theresia Kreuzmeir auf das bewegte Leben der Verstorbenen ein.

Breitbrunn – 1924 wurde Regina als fünftes von sechs Kindern in das Bauernsachl der Eheleute Maria und Josef Stärzl, im Breitbrunner Ortsteil Kailbach, geboren.

Ihre Brüder Josef und Siegfried mussten in den Krieg ziehen. Die Eltern und Bruder Rudolf verdienten ihr Geld mit der Schneiderei. Als ihr Vater und Bruder Rudolf an der Lunge erkrankten, musste Regina in der Landwirtschaft mitarbeiten und diese schließlich alleine führen.

Eheglück mit Paul Enzinger

In den letzten fünf Kriegsjahren waren sie und ihre Mutter mit der jüngereren Schwester alleine, denn der Vater starb Anfang der 40er Jahre und die Brüder Josef und Siegfried fielen im Krieg. Als in der Dorfgesellschaft kaum akzeptierter „Weiberhaushalt“, versuchten sie, sich zu behaupten und über Wasser zu halten.

1950 läuteten für Regina und Paul Enzinger, den „Lender Pauli von Kitzing“ die Hochzeitsglocken. Die Kinder Paul und Rudolf bereicherten das Eheglück. Die Familie wuchs um zwei Enkelkinder sowie eine Urenkelin.

Regina Enzingers Leidenschaft war der Sport. Zum Skifahren am Hochries ging sie zu Fuß mit den Skiern auf den Rücken nach Prien und fuhr anschließend mit dem Zug nach Aschau. Neben dem Trachtenverein und den Tanzabenden beim Lender war auch das Theaterspielen eine Passion.

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Nach fünfundsechzig Jahren Ehe musste Regina 2016 ihrem Mann ins Grab nachschauen. Ihr letzter Wunsch „Do bin i geborn und do mecht i a steam“ wurde ihr in ihrem Zuhause ermöglicht. Neben zahlreichen Trauergästen gewährten Frauenbund und Trachtenverein der Verstorbenen das letzte Geleit

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