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Nachruf

Prien: Pfarrer Walter Kronast mit 90 Jahren gestorben

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  • Elisabeth Sennhenn
    vonElisabeth Sennhenn
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Dankbarkeit war das Lebensmotto des gebürtigen Prieners, der bis ins hohe Alter seelsorgerisch tätig war und Messen zelebrierte.

Prien – Am 16. Februar dieses Jahres konnte Walter Kronast noch seinen 90. Geburtstag feiern. Nun starb er nach kurzer Krankheit in einem Priener Krankenhaus im Beisein von Schwester Juliane. „Zeit seines Lebens war ihm Dankbarkeit besonders wichtig“, erzählt Klaus Hofstetter über den verstorbenen Ruhestandspfarrer Kronast.

Es habe ihn nicht gewundert, dass er dieses Thema auch bei der kleinen Messe aufgenommen hatte, die man ihm zu Ehren gemeinsam mit den indischen Schwestern im Februar zelebrierte: „Wie bedeutsam der Dank an Gott ist, das spürt man erst mit einer gewissen Lebenserfahrung. Gott spendet seinerseits Dank. Auch wir Menschen sollten immer und auch mehr Dank spenden“,waren Kronasts Worte damals.

Pfarrer statt Ladenbesitzer

Geboren 1931 in Prien, verbrachte er dort seine Kindheit und Jugend. Den Eltern, die mit ihren Kindern im bekannten „Kronast-Haus“ wohnten, betrieben ein Tabakwarengeschäft, das der sehr musikalische Bub eines Tages übernehmen sollte. Doch es kam anders. Er wollte Pfarrer werden, und setzte sich durch.

Mit 27 Jahren, im Juni 1958, wurde Kronast in Freising zum Priester geweiht. In der ersten Zeit diente er in Gräfelfing und in Fürstenried bei München, wo er zuerst Präfekt, dann Direktor der Heimvolksschule im Schloss Fürstenried war. Von 1970 bis 2001 ist er Pfarrer in Rottenbuch bei Garmisch-Partenkirchen. Innerhalb dieser 30 Jahre hatte er weitere Ämter inne, unter anderem als Pfarradministrator in Wildsteig-St. Jakob.

+++ Todesanzeigen finden Sie auf unserem Trauerportal. Weitere Nachrufe aus der Region finden Sie hier. +++

Im Oktober 1998 erhielt Kronast den Titel „Geistlicher Rat“. 2018 feierte er sein 60-jähriges Priesterjubiläum. Im September 2001 schließlich trat er in den Ruhestand ein und kehrte zurück in seinen Heimatort Prien, wo er bis vor einem knappen Jahr noch alleine in seinem Haus lebte. Seine letzten Lebensmonate verbrachte er im Caritasheim St. Josef in Prien-Trautersdorf.

So richtig im Ruhestand war Kronast jedoch in all der Zeit nur ganz zuletzt: Bis zuletzt war er Teil der Seelsorgehilfe des Pfarrverbands Westliches Chiemseeufer und dessen Vorgänger-Verbänden, zelebrierte regelmäßig bis vor rund zwei Jahren in allen dazugehörenden Kirchen. Als leidenschaflicher Orgelspieler begab er sich auch im hohen Alter noch gern in die Kirchen in Urschalling und Wildenwart. 2020 überstand Kronast noch eine Corona-Infektion.

„Ich habe ihn sehr geschätzt und gemocht“, erzählt Pfarrer Hofstetter, der sich daran erinnert, wie erst Kronast es im Februar mit dem Bedanken bei all seinen Gratulanten genommen habe.

Gratulanten persönlich gedankt

Wer seine Adresse hinterlassen hatte, dem schrieb er persönlich: „In schönster Handschrift“, wie Hofstetter sagt. Bei den anderen Gratulanten bedankte er sich mit einem Schreiben, das kürzlich in den Pfarrnachrichten veröffentlicht wurde. „Jetzt habe ich alles getan“, habe Kronast danach gesagt, so Hofstetter. „Ich habe den Eindruck, dass er damit nicht nur die Danksagungen meinte, sondern auch zufrieden mit seinem Leben abschließen konnte“, meint Hofstetter. Denn kurz danach habe sich Kronasts Gesundheitszustand verschlechtert.

„Er war ein feiner Mensch, zurückhaltend, bescheiden, stets bereit, sehr auf die Mitbrüderlichkeit unter den Priestern und Ruhestandspriestern bedacht“, resümiert Hofstetter. Stets habe sich Kronast auf die gemeinsamen Treffen gefreut, auch über Besuche im Caritasheim. Sein Bruder Benedikt Kronast starb erst vor rund einem Jahr, unmittelbare Verwandtschaft hat Kronast in der Region nicht mehr. Sein Wunsch war, im Priener Priestergrab beerdigt zu werden.

Rosenkränze und ein Requiem

Die Gemeinden gedenken seiner beim Rosenkranz-Gebet an folgenden Tagen: Am Sonntag, 13. Juni, um 8 Uhr in Greimharting und um 18.30 Uhr in Bernau; am Mittwoch, 9. Juni um 18.30 Uhr in Hittenkirchen; am Samstag, 12. Juni, um 17 Uhr in Prien und um 18 Uhr in Rimsting sowie um 18.30 Uhr in Wildenwart. Ebenso am 12. Juni um 17 Uhr in Stephanskirchen, und um 18 Uhr in Bad Endorf.

Das Requiem wird am Montag, 14. Juni, um 14 Uhr in der Pfarrkirche Prien gefeiert, anschließend findet die Beisetzung im Priestergrab des Friedhofs Prien statt. Die Feier wird außen auch übertragen.

Um Anmeldung für das Requiem wird im Pfarrbüro Prien gebeten, Telefon 08051/1010.

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