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Nachruf

Grassau trauert um Hans Hornberger

Hans Hornberger noch vor wenigen Monaten bei der Einweihung des Hans Hornberger-Wegs mit Bürgermeister Stefan Kattari (rechts), der seinem Vater gewidmet ist.
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Hans Hornberger noch vor wenigen Monaten bei der Einweihung des Hans Hornberger-Wegs mit Bürgermeister Stefan Kattari (rechts), der seinem Vater gewidmet ist.
  • VonTamara Eder
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Er war 30 Jahre Teil des Marktgemeinderats und erst im vergangenen Jahr verabschiedet worden, nun ist er nach kurzer, schwerer Krankheit gestorben: Der Grassauer Kommunalpolitiker und Architekt Hans Hornberger. Zahlreiche Weggefährten nehmen Abschied.

Grassau – Nicht nur die politische Gemeinde trauert um den ehemaligen, langjährigen Marktgemeinderat Hans Hornberger, der am 16. November im Alter von 81 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit starb. Er hinterlässt seine Frau Rosi und seine Schwestern. „Er war in der Gemeinde sehr beliebt und eine Institution“, so die Worte von Bürgermeister Stefan Kattari. Sehr bedauert wird, dass dem Urgestein des Marktgemeinderats aufgrund der pandemischen Lage nicht die letzte Ehre erwiesen werden kann.

Ein wichtiger Mentor für den Bürgermeister

Die Sozialpolitik wurde dem Grassauer Bauunternehmer und Architekten Hans Hornberger gewissermaßen in die Wiege gelegt, denn bereits sein Vater, der Sozialdemokrat Hans Hornberger sen. war viele Jahre im Gemeinderat und später im Marktgemeinderat Mitglied.

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Sozialgeprägt war folglich auch Hans Hornberger, Architekt und 30 Jahre Marktgemeinderat von 1990 bis 2020. Bei seiner der Verabschiedung hob Kattari Hornberges „unschätzbare Kenntnisse“ hervor. Er habe ihm selbst als jungen Marktgemeinderat durch seine große Erfahrung „sehr viel Sicherheit in allen Bauangelegenheiten vermittelt“.

Er kannte fast alle Bauvorhaben

Hornbergers planerische Expertise war stets gefragt, sei es beim Bau von Gebäuden, bei der Planung von Baugebieten, bei Umbaumaßnahmen und vielem mehr. Bei der Ortskerngestaltung Grassaus war Hornberger wie auch bei der Sanierung des alten Pfarrhofes, dem heutigen Sitz der Touristinfo und dem Ausbau des Sitzungssaals im Dachgeschoss maßgeblich beteiligt.

Viele Gebäude tragen seine Handschrift

Seine Handschrift tragen zudem das Feuerwehrgerätehaus, die Polizeidienststelle wie auch das Rot-Kreuz Gebäude, die Musikschule, der Reifinger Kindergarten und das Hefteranwesen, um nur einige zu nennen. Auch die Sanierung der Schule und der Neubau der Sporthalle lagen ihm sehr am Herzen. Wie kein anderer in der Gemeinde kannte Hornberger fast alle Bauvorhaben und war zudem versiert in der Städtebauplanung. Er engagierte sich zudem im Hefterbeirat und im Mietenkam Beirat, brachte sein Wissen als Verbandsrat im Abwasserzweckverband ein. Zudem engagierte sich Hornberger in der Feuerwehr und vertrat deren Interessen viele Jahre als Feuerwehrreferent. Besonders freute es ihn, dass mit dem Hans Hornberger-Weg, der erst vor wenigen Monaten eingeweiht wurde, postum sein Vater geehrt wurde.

„Für mich war Hans Hornberger ein großer Unterstützer und ein wichtiger Ratgeber in vielen Dingen“, sagt Altbürgermeister Rudi Jantke. Hornbergers Wort habe über alle Parteigrenzen hinweg im Marktgemeinderat Gewicht gehabt.

Beherzt und sozial engagiert

Über die politische Arbeit des Verstorbenen weiß SPD- Ehrenvorsitzender Xaver Schreiner zu berichten. Während der über 50 gemeinsamen Jahre in der SPD habe es „gelegentlich unterschiedliche Sichtweisen“ gegeben, die immer freundschaftlich gelöst wurden. Gerne erinnert er sich, dass Hornberger mathematische Aufgaben mit einem alten Minirechner löste: „Das hat ihm auch beim Schafkopfen geholfen.“

Auch SPD-Vorsitzender Tobias Gasteiger nahm Abschied von Hornberger: „Seine beherzte und sozial engagierte Art, aber auch seine kritischen Töne, haben mich oft begeistert. Mit ihm verlieren wir einen der bedeutendsten Kommunalpolitiker der vergangenen Jahrzehnte.“

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