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Nachruf

Engagierter Naturschützer: Hermann Eschenbeck stirbt mit 88 Jahren

Hermann Eschenbeck
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Hermann Eschenbeck
  • VonChristiane Giesen
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Kurz vor seinem 89. Geburtstag, am 18. März, verstarb Hermann Eschenbeck. Der nun Verstorbene setzte sich unermüdlich für den Naturschutz ein und begeisterte auch seine Umwelt für das Thema. Er hinterläßt seine Frau, drei KInder und vier Enkelkinder.

Marquartstein – Hermann Eschenbeck, Träger der Bayerischen Naturschutzmedaille, verstarb im Alter von 88 Jahren. Mit Hermann Eschenbeck verlor die Region, besonders der Bund Naturschutz (BN), ebenso wie seine Familie und Freunde eine außergewöhnlich engagierte Persönlichkeit und einen besonderen Menschen. Kurz vor seinem 89. Geburtstag, den er am 18. März gefeiert hätte, starb Hermann Eschenbeck nach kurzer schwerer Krankheit im Kreis seiner Familie im Klinikum Traunstein.

45 Jahre für den Bund Naturschutz

Seit fast 45 Jahren gehörte der nun Verstorbene dem BN an, wobei er sich von Anfang an aktiv einbrachte. Auch während seiner Berufsjahre als Lehrer für Deutsch, Englisch, Geschichte und Sozialkunde widmete er einen Großteil seiner Freizeit für die Arbeit im Naturschutz. Dabei begeisterte er auch Schüler für den Natur- und Umweltschutz. Ans Landschulheim Marquartstein kam er nach seinem Studium in München in den Jahren 1961/62, wo er schon als Referendar war, um bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1996 zu bleiben. An der Schule lernte er seine spätere Frau Maria kennen, die sich ebenfalls im Umweltschutz engagierte.

Ein redegewandter Vordenker und Organisator

Hermann Eschenbeck war ab 1982 bis zum Schluss Vorstandsmitglied der Kreisgruppe des BN und von 1991 bis 2008 Vorsitzender. Er setzte sich für erneuerbare Energien, gegen den überzogenen Ausbau von Straßen, für regionale Landwirtschaft und die Biotoppflege ein. Er war Vordenker, Macher, Organisator und Vernetzer. Redegewandt und formulierfreudig gestaltete er Texte für Jahresberichte oder Vorträge. Vielen werden seine bestens recherchierten und auf den Punkt formulierten Leserbriefe in Erinnerung sein wie zu den Nachteilen des Freihandelsabkommens, für Artenschutz oder zu anderen kommunalpolitischen Themen. Über die Jahrzehnte gestaltete er dutzende Ausstellungstafeln im Rahmen der Umweltbildung und organisierte Führungen und Exkursionen für Schüler und Erwachsene. Im vergangenen Jahr war er wieder Initiator und Unterstützer des Amphibien-Schutzes. Er betreute mit einem von ihm aufgebauten Helferkreis die Amphibien-Zäune in Freiweidach/Marquartstein. Dabei war er ein echter Handwerker. Mit Schülern baute er unzählige Vogelnistkästen. Diese Arbeit war sein Jungbrunnen.

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Seiner großen Verantwortung für Mitmenschen und Umwelt stets bewusst, war Hermann Eschenbeck folgerichtig rund 30 Jahre lang Mitglied im Gemeinderat Marquartstein. Manchmal fühlte er sich „wie ein einsamer Rufer in der Wüste“, wenn er als einzige Gegenstimme fungierte. Dennoch schätzte jeder seine sachliche, ruhige, aber engagierte Art und den feinen, manchmal sarkastischen Humor.

Verleihung der Bayerische Umweltschutzmedaille

Für seine herausragenden Verdienste für den Umweltschutz erhielt er 2004 die Bayerische Umweltschutzmedaille und 2020 den Grünen Engel des Umweltministeriums. Er hinterlässt seine Witwe, drei Kinder und vier Enkelkinder, die stets sein ganzer Stolz waren. Die Trauerfeier findet am Freitag, 27. Januar, um 14 Uhr in der Pfarrkirche in Marquartstein statt. Anstelle von Blumen wird um eine Spende für den Bund Naturschutz, Kreisgruppe Traunstein, gebeten. MG

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