Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Dem Schützenwesen galt seine Leidenschaft

Der beliebte Vereinsmensch Sebastian Pichler aus Rimsting stirbt unerwartet

Sebastian Pichler.
+
Sebastian Pichler.

Obwohl er schon viele Jahre mit seiner chronischen Darmkrankheit belastet war, kam sein Tod unerwartet und schnell: Sebastian Pichler aus Rimsting erlag mit nur 65 Jahren den Folgen eines Darmverschlusses.

Rimsting – Pichler war ein beliebter, geselliger und höchst engagierter Vereinsmensch. Zum Abschied senkten sich bei seiner Beerdigung auf dem Rimstinger Friedhof die Fahnen der Abordnungen vom Schützengau Chiemgau-Prien, der Eggstätter Schützenvereine, der SG Gemütlichkeit Breitbrunn, SG Endorf, FSG Prien, des Trachtenvereins und der Feuerwehr Rimsting. Die Endorfer Böllerschützen schossen den Ehrensalut.

Sebastian Pichler wurde am 15. September 1957 geboren. Da war sein Vater schon vier Wochen verstorben. Er wuchs bei seiner Mutter auf dem Bauernhof in Kalkgrub auf. Nach der Schule absolvierte er eine Schlosserlehre bei der Firma Wallner in Prien und schloss seine Ausbildung mit der Meisterprüfung ab.

Darmkrankheit begleitete sein Leben

1983 musste sich Pichler einer Darmoperation unterziehen. Immer wieder kämpfte er über die Jahre hinweg mit seiner Krankheit. Krankenhausaufenthalte und Reha-Maßnahmen begleiteten sein Leben.

Im Mai 1985 heiratete Pichler seine Frau Monika. Die Ehe hielt 20 Jahre, die beiden blieben sich auch danach freundschaftlich verbunden. 2002 musste der Rimstinger krankheitsbedingt nach 30 Jahren Arbeit in der Schlosserei Wallner kündigen. Er wechselte zur Firma Höhensteiger und nach deren Auflösung als Ausfahrer zur Bäckerei Summerer.

Das könnte Sie interessieren: OVB-Themenseite Rimsting

Pichlers Mutter Rosina hat ihn schon als kleinen Bub zum Trachtenverein mitgenommen. Früh war er auch als aktives Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr engagiert, später nur noch passiv. Der Tod der Mutter im Jahre 2007 war ein schwerer Verlust und großer Schmerz. Sebastian war in verschiedenen Schützenvereinen, war Jugendleiter und Gaujugendsportleiter beim Schützengau Chiemgau-Prien, zudem war er erster Schützenmeister bei den Seehofschützen Schafwaschen Rimsting.

Trotz der vielen Schmerzen ist Sebastian immer ein hilfsbereiter zuvorkommender Mensch geblieben, aufrichtig und ehrlich, freundlich und fleißig und gerne war er in geselliger Runde.

Katharina Linner dankte am Grab namens der Schützengau-Jugend für seine unermüdliche Arbeit. Anfang 2000 hatte er mit Andi Wimmer und Richard Voggenauer den Jugendkader übernommen, ihn aufgebaut und die Jugend bis zuletzt sonntags in Prien trainiert.

Viele hohe Auszeichnungen

Dritter Gauschützenmeister Florian Wunderle berichtete, dass Pichler seit 2003 bei der FSG Prien war. Im bayrischen Sportschützenbund war er 42 Jahre Mitglied und erhielt für seine Arbeit viele hohe Auszeichnungen. Wunderle sagte: „Seine Aufopferung für die Jugend unseres Vereins, unseres Gaues und auch des Schützenbezirks Oberbayern an unserem Bezirkskaderstützpunkt in Prien war grenzenlos.“

Dankbarkeit betonten auch die Vorsitzenden der Rimstinger Feuerwehr und des Trachtenvereins. Trachtler-Vorstand Matthias Feichtner hob vor allem die Nachwuchsarbeit und das Wiederbeleben des Rimstinger Preisplattelns hervor. Er sagte: „Mit dem Wast verloren wir einen leidenschaftlichen Ziachspieler, zuverlässigen und fleißigen Trachtler und einen guten Freund.“

Mehr zum Thema

Kommentare