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Tiefe Liebe zu Gott und zur Musik

Nachruf auf Dr. Gottfried Seitz aus Rimsting

Pfarrer und Dekan in Rente Dr. Gottfried Seitz.
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Pfarrer und Dekan in Rente Dr. Gottfried Seitz.
  • Anton Hötzelsperger
    VonAnton Hötzelsperger
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Im Alter von 88 Jahren entschlief vor kurzem Dr. Gottfried Seitz, Evangelischer Pfarrer und Dekan im Ruhestand, friedlich in Rimsting.

Rimsting – Den Trauergottesdienst in der Pfarrkirche „St. Nikolaus“ in Rimsting zelebrierten der Neffe des Verstorbenen, Pfarrer Thomas Seitz aus Inzell, sowie Dekanin Dagmar Häfner-Becker vom Evangelisch-Lutherischen Dekanat aus Rosenheim. Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernahm der Sohn des Verstorbenen, Kirchenmusikdirektor Christoph Emanuel Seitz aus Aschaffenburg, an der Orgel

Ehemals Leiter des Prüfungsamtes

In ihrer Trauerrede erinnerte Dekanin Häfner-Becker, dass Gottfried Seitz 15 Jahre lang Dekan in der Neustädter Kirche in Erlangen war und dass er vor dieser Zeit Leiter des theologischen Prüfungsamts und Referent für Fortbildung im Landeskirchenamt in München war. Sie sagte weiter: „Dabei haben die Bibel und die lutherische Tradition sein Wirken und ich würde auch sagen seine Person geprägt.“

Gottfried Seitz sei im Pfarrhaus in Winterhausen bei Würzburg mit fünf Geschwistern aufgewachsen. Sein älterer Bruder Manfred und sein jüngerer Bruder Martin wurden ebenfalls Pfarrer. Gottfried Seitz liebte die Musik und war als Kind im Windsbacher Knabenchor, hatte Klavier- und Orgelunterricht bei dem damaligen Leiter des Chores, Hans Tamm.

Die Dekanin dankte ihm ausdrücklich im Namen der Evangelisch Lutherischen Kirche Bayern für seine Dienste: „Gottfried Seitz war von seiner Haltung her bescheiden und demütig gegenüber Gott, unserem Herrn. Er eröffnete ein Bewusstsein oder einen Raum für diese größere Wirklichkeit, aus der er lebte.“

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Wichtig sei für ihn die Verbindung zwischen Wissenschaft und Praxis gewesen. Einerseits war Gottfried Seitz Repetent für Hebräisch und Altes Testament an der Universität, konnte hervorragend Althebräisch und unterrichtete auch als Dekan noch alttestamentliche Bibelkunde an der Universität Erlangen. „Auf der anderen Seite war diese tiefe Lebensdimension und Kraftquelle, die der Glaube an Gott bis zuletzt für ihn war“, so Dagmar Häfner-Becker.

In einem weiteren Nachruf in der Kirche dankte Christoph Seifert aus Bad Endorf für den Kreis der Ruhestandspfarrer und würdigte ebenfalls das vorbildliche Leben des Verstorbenen, an dem sie bei ihren regelmäßigen Treffen teilhaben durften.

Bis zum Schluss ehrenamtlich tätig

Gottfried Seitz zog in seinem Ruhestand nach Rimsting und hat dort die Leitung des ökumenischen Arbeitskreises von seinem Schwiegervater, Pfarrer Konrad Weymann, übernommen. Dieser Arbeitskreis – so Pfarrer Karl-Heinz Wackerbarth und Mirko Hoppe von der Evangelischen Christusgemeinde Prien in einer Grußbotschaft – ist auf den Altbischof Wilhelm Stählin zurückzuführen, der die Ökumene in den 60er Jahren maßgeblich angeschoben und geprägt hat.

Zudem hat Dekan Seitz die Arbeit in der Priener Kirchengemeinde und die Ökumene in Rimsting tatkräftig unterstützt und er war auch fast bis zum Schluss dort ehrenamtlich tätig. Mittlerweile ist diese Aufgabe im Arbeitskreis Christlicher Kirchen Chiemsee aufgegangen.

Aufgrund der Corona-Lage wurden der Trauergottesdienst und die Beerdigung im kleinen Kreis gehalten.

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