Nach wie vor Impfstoff-Engpass im Landkreis

Traunstein/Marquartstein – Nach wie vor macht der fehlende Impfstoff dem Landratsamt Traunstein zu schaffen.

„Wir konnten erreichen, dass bereits 6111 Personen die Erstimpfung und 3108 Personen die Zweitimpfung erhalten haben“, sagte Sprecher Michael Reithmeier im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung. Er räumt allerdings ein, dass derzeit 30 000 Menschen im Landkreis impfberechtigt seien. Dem Landratsamt wäre sehr daran gelegen, auch Zahlen rund um die Impfungen regelmäßig zu veröffentlichen, sagt Reithmeier. Zwar seien die Lieferungen in den vergangenen Wochen wie angekündigt eingetroffen, dennoch sei die Behörde immer noch vorsichtig. Schließlich habe man dies in der Vergangenheit oft korrigieren und umplanen müssen, was man künftig vermeiden möchte. Immerhin, Fortschritte gebe es unter anderem bei der Organisation. „Inzwischen können fünf Personen mit einer E-Mail-Adresse angemeldet werden. Das ist ein enormer Vorteil, wenn ein Familienmitglied die Anmeldung aller Berechtigten übernimmt“, sagt Reithmeier.

Zwar habe der Landkreis erreichen können, dass die Menschen in Altenheimen bereits alle beide Impfungen erhalten haben. Hier gibt es aber immer noch Verwirrung. So kontaktierte der Sohn einer Bewohnerin des Wohnstifts Marquartstein unsere Zeitung, da seine 97-jährige Mutter noch nicht geimpft sei. Geschäftsführerin Dagmar Netzer erklärt, dass das Wohnstift nicht zu den Altersheimen zähle, sondern es sich um Betreutes Wohnen mit einem ambulanten Pflegedienst handle und hier mobile Teams im Einsatz seien. Eine Erstimpfung von 40 Bewohnern sei für die kommende Woche geplant. hgy

Kommentare