Nach langer Pause: Harfenistin verzaubert bei geistlicher Andacht

Harfenistin Silke Aichhorn spielt „Musik für die Seele“ in der Pfarrkirche St. Martin.
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Harfenistin Silke Aichhorn spielt „Musik für die Seele“ in der Pfarrkirche St. Martin.

Unterwössen –. Eine Stunde Harfenspiel geteilt mit Momenten geistlicher Andacht.

Was mag das für einen Stellenwert für eine Konzertharfenistin internationalen Renommees haben? „Ich bin vor Freude daheim herumgehüpft wie ein Flummi, als mich Otto Dufter vor zwei Wochen anrief“, beschreibt es Silke Aichhorn in der eigenen Moderation.

37 geplante Konzerte sind der Traunsteinerin für dieses „Corona-Jahr“ bereits abgesagt, weiß Dufter. Für die Einladung nach wochenlanger Heim- und Studioarbeit revanchierte sich Aichhorn mit einem abwechslungsreichen Programm. Das strickte sie um die teils religiösen, teils nachdenklichen Texte von Dufter.

Das walisische Traditional „David of the White Rock“ erklang zu Beginn. Die Komposition für die Abschlussprüfung an einer französischen Musikschule stellte die Harfe in ihrer klanglichen Bandbreite dar und bewies das virtuose Handwerk der Harfenistin. Zum diesjährigen 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven hatte Aichhorn dessen „Adelaide“ in einem ihrer Notenstapel wiederentdeckt.

Die Zuhörer ließen sich von der Harfe verzaubern, die mühelos das ganze Kirchenschiff klanglich füllte. Im Spiel hoch konzentriert, schienen Aichhorn die technisch anspruchsvollen Stücke dennoch leicht von der Hand zu gehen.

Im Wechsel mit Dufter trat Aichhorn an das Pult und beschrieb ihre ausgewählten Musikstücke und deren Werdegang sowie die Besonderheiten des beeindruckenden Instruments.

Dank früherer erfolgreicher Veranstaltungen hat Aichhorn in Unterwössen eine Menge Fans gewonnen. Die Zuschauer bedankten sich mit kräftigem Beifall und erst nach einer Zugabe wurde die talentierte Musikerin entlassen.

In kurzer Zeit wird eine neue CD erscheinen, die Aichhorn in den vergangenen Wochen aufnahm, lfl

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