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„Wir sind wieder da“

Nach fünf Jahren Zwangspause endlich wieder Theater in Unterwössen

Die Theaterproben laufen auf Hochtouren: (von links) Ute Schlechter und Peter Haslreiter.
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Die Theaterproben laufen auf Hochtouren: (von links) Ute Schlechter und Peter Haslreiter.

Das Stück „Die G`spenstermacher“ führt das Wössener Bauerntheater auf. Endlich, nach fünf Jahren Zwangspause, legen die Theaterer in Unterwössen wieder los.

Unterwössen – Für das Stück „Die G`spenstermacher“ des Wössener Bauerntheaters findet am Samstag, 15. Oktober, im „Alten Bad“ in Unterwössen die Premiere statt. Sechs Vorstellungen liegen bis Montag, 31. Oktober, vor dem Ensemble. Beginn ist jeweils um 20 Uhr, Einlass ab 19 Uhr. Karten gibt es bei den Tourist-Infos im Achental für 11,50 Euro.

Jeden Abend sind 150 Plätze zu füllen. Seit rund drei Monaten laufen die Proben. Sieben Spieler, die von zwei Souffleusen unterstützt werden, sowie Helfer vor und hinter der Bühne sind am Werk. Nachwuchsprobleme? „Nicht wirklich“, so Spielleiterin Claudia Schweinöster. Für das Stück habe die Truppe zwei junge Schauspieler gewonnen, die ein Liebespaar spielen.

Kein weichgespültes Wohlfühl-Bairisch

Außerdem bereichert eine erfahrene Schauspielerin, die bislang in einer Nachbargemeinde spielte, das Theater. Neue Gesichter seien jederzeit herzlich willkommen.

Die Leiterin Schweinöster fungiert auch als Schauspielerin. Gespielt wird in „unverfälschtem Bairisch“, wie sie betont. „Kein ‚weichgespühltes Wohlfühl‘-Bairisch.“

Theater als Teil des Trachtenvereins „D’Achentaler“

Sie empfiehlt das Stück für Kinder ab zwölf Jahren. „Man sollte Kinder nicht unterschätzen – die halten die zweieinhalb Stunden Spielzeit mit Pause meist sehr diszipliniert durch“, schildert Schweinöster. In den ersten Reihen sind für die junge Generation eigens Stühle aufgestellt.

Durch den Umbau im „Alten Bad“ sowie coronabedingt hatte das Wössener Bauerntheater fünf Jahre Zwangspause. Eine größere Unterbrechung gab es seit 1983 nicht, als das Theater wieder gegründet wurde – als Teil des Trachtenvereins „D’Achentaler“.

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Bei „Die G’spenstermacher“ geht es um folgendes: In der heruntergekommenen Dorfschenke der Wirtin Rosa Moderer im Moorthaler Moos treffen skurrile Gestalten aufeinander: die Brüder Schippe und Schaufe, die sich als Totengräber gerade so durchs Leben bringen, der Dorfverrückte Ignaz, die reiche Witwe und Ziefern Vevi Veichtl, ihr Knecht Leo, der Schuaster-Jackl und die junge Lena.

Eines Tages erfahren die beiden Graberer, dass künftig ihr Gehalt gestrichen und nur noch eine Prämie pro Begräbnis gezahlt wird. Mehr Tote – mehr Geld. Eine Flasche Gift lässt schnell finstere Gedanken aufkommen. Ein Fluch tut sein Weiteres und fidele Gespenster geistern durchs Dorf.

Stück begeistert Publikum zahlreicher Bühnen

Das Stück stammt von Ralph Wallner, der zu den meistgespielten Theaterautoren Süddeutschlands zählt. Es feierte 2011 Premiere und begeistert seitdem das Publikum zahlreicher Bühnen. In der Aufführung des Chiemgauer Volkstheaters strahlte das Bayerische Fernsehen „Die G’spenstermacher“ 2017 aus.

Und im nächsten Jahr? Vielleicht komme „S’Goldloch“ von Gustl Färbinger auf die Bühne, so die Spielleiterin. Das Stück wurde bereits 1985, 1991 und 2003 aufgeführt.

re/CLH

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