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6,6 MILLIONEN EURO KOSTEN

Nach der Sanierung: Siegsdorfer Freibad öffnet Mitte August

Hier muss noch viel getan werden: Das aktuelle Luftbild vom Badegelände zeigt das Schwimmbad mit Blick von Norden Richtung Autobahn.
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Hier muss noch viel getan werden: Das aktuelle Luftbild vom Badegelände zeigt das Schwimmbad mit Blick von Norden Richtung Autobahn.
  • VonFranz Krammer
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Für den Tourismus und die Siegdorfer ist es ganz wichtig: Das Schwimmbad an der Traun. In Rekordzeit wurde es saniert. Doch die Besucher müssen sich noch etwas gedulden. Darum kann das Bad erst im August öffnen.

Siegsdorf – Wie es um den Umbau des Siegsdorfer Freibads steht, erfuhr der Gemeinderat im Zuge seiner jüngsten Sitzung von Bürgermeister Thomas Kamm und Bauamtsmitarbeiter Wolfgang Geistanger.

Kamm begann seine Ausführungen mit einem Rückblick auf die Vorgeschichte der Sanierungsarbeiten, die bereits für den Herbst 2018 geplant waren. Um aber in den Genuss von Fördermitteln aus einem neuen Förderprogramm des Freistaates Bayern zur Sanierung von Schwimmbädern zu kommen, verschob man die Maßnahme. Mit Baubeginn im Herbst 2020 war die Gemeinde Siegsdorf dann eine der ersten Kommunen, die dieses Programm nutzen konnte.

Express-Sanierung in zehn Monaten

Bis dahin war auch relativ klar, dass die aufwendige Sanierung in ihrem notwendigen Umfang fast wie eine Neubaumaßnahme zu werten ist. „Es ist eine außerordentliche Leistung der beteiligten Planer und Handwerker, was im Schwimmbad in gerade einmal zehn Monaten geschaffen worden ist“, betonte Kamm. Er ging auch auf den Mehraufwand vor allem durch Materialpreiserhöhungen bei der Sanierung der bestehenden Gebäude ein, die zum großen Teil den bisherigen Mehraufwand von ca. 100 000 Euro verursacht hätten. Aktuell rechnet die Verwaltung mit einer Kostenüberschreitung von 1,5 Prozent bei Gesamtkosten von 6,6 Millionen Euro.

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Wolfgang Geistanger berichtete über den Stand der Arbeiten, die mit Lieferschwierigkeiten verschiedener Materialien im Außenbereich, etwa bei Treppenstufen und Betonteilen, zu kämpfen hätten. Auch der verzögerte Arbeitsbeginn der Putzerfirma im Bereich der alten Umkleiden, die nun in Ziegelbauweise saniert wurden, zog eine Reihe von Verzögerungen im gesamten Arbeitsablauf nach sich.

Vieles schon fertig

Zuversichtlich zeigte sich Geistanger mit dem derzeitigen Stand der Arbeiten, die insgesamt ca. vier Wochen hinter dem einmal geplanten Zeitpunkt liegen. Die Edelstahlauskleidungen der Becken und die neue Rutsche sind fertig und die Pflasterarbeiten konnten weitgehend abgeschlossen werden. Allerdings mussten noch Bereiche freigehalten werden, um die ausstehenden Betonteile dann mit schwerem Gerät an ihre Standorte bringen zu können. Die neuen Funktionsgebäude sind in Fertigstellung, die Fotovoltaik-Anlagen wurden bereits montiert und auch die Humusarbeiten in vielen Bereichen bereits erledigt.

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Bürgermeister Thomas Kamm war sich sicher, nach der Befüllung der Becken etwa Mitte Juli sowie der anschließenden Abnahme der Technik und der Wasseraufbereitung, die Öffnung des Bades für das Wochenende am 7. und 8. August vorbereiten zu können, auch wenn die Liegewiesen dann nur teilweise nutzbar sein werden.

Bodenbeläge ungünstig?

Die Gemeinderäte Hans Geiger und Christina Haas (CSU) monierten die Auswahl von Gussasphalt als Bodenbelag im Bereich der Rutsche und die verwendeten Pflasterbeläge. Sie wollten wissen, wer denn für die Auswahl der Materialien verantwortlich gewesen war. Der Bürgermeister erklärte dazu, die Gemeinde sei hier den Vorschlägen der Fachplaner gefolgt, es gäbe zwar eine wesentlich teuere Variante für den Asphaltbelag, die aber durch seine poröse Oberfläche in Bezug auf die Hygiene kritisch zu betrachten gewesen sei.

Einstiegshilfen und Barrierefreiheit

Auf die Fragen von Marlis Neuhierl-Huber und Gerhard Gimpl (Grüne) zur Barrierefreiheit im Gelände und beim Beckenzugang und der Verfügung von ausreichend Personal konnte Kamm ebenfalls entwarnen. Das notwendige Personal steht zur Verfügung, ist geschult und bereits in den technischen Aufbau integriert und auch die bisher bewährte Einstiegshilfe ins Schwimmerbecken wird wieder eingebaut. Hubert Wolff (CSU) interessierte sich für die Beschaffenheit der Dächer im Altbestand.

Kamm und Geistanger verwiesen dabei auf die Untersuchungen des zuständigen Bauhofmitarbeiters, der bis auf eine kleine Reparaturstelle keine Schäden und eine solide Grundlage festgestellt hatte. Bürgermeister Kamm nahm abschließend den Vorschlag von Gemeinderat Christian Gerhart (CSU) auf und stellte einen „Tag der offenen Tür“ in Aussicht, bei dem die Bürger sich umfassend über die Sanierung informieren könnten. Dieser könne allerdings erst nach Abschluss der Saison im Herbst stattfinden.

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