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Ab 20 Uhr ist Schluss

Nach Beschwerden von Anwohnern: Gemeinderat Marquartstein schränkt Nutzung des Skateparks ein

Der neugestaltete Skatepark in Marquartstein ist bei jungen Menschen beliebt. Der Andrang führt jedoch auch zu mehr Lärm und zu Beschwerden von Anwohnern.
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Der neugestaltete Skatepark in Marquartstein ist bei jungen Menschen beliebt. Der Andrang führt jedoch auch zu mehr Lärm und zu Beschwerden von Anwohnern.
  • VonManfred Peter
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Auf dem Skateplatz beim Sportplatz an der Freiweidacher Straße ist nach der Sanierung deutlich mehr los als früher. Anwohner fordern aufgrund des Lärms unter anderem eine Schallschutzwand. Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen, zu handeln.

Marquartstein – Das Thema Lärmbelastung war schon seit Jahresbeginn in den Gemeinderatssitzungen immer wieder ein Thema. Damals waren die Arbeiten noch nicht abgeschlossen. Es stand immer außer Frage, dass nachgebessert werden sollte, wenn die Lärmbelastung zu hoch würde.

Anlieger fordert Schallschutzwand

Der Anlieger Robert Kling reichte bei der Bürgerversammlung Ende April eine Anfrage mit zwei Anträgen ein. Er monierte mitunter, dass der Park bei gutem Wetter von neun Uhr bis 21.30 Uhr durchgehend genutzt werde und oft zu viele Personen im Park seien. Kling stellte einen Antrag, dass eine zusätzliche Schallschutzwand errichtet werden solle. Außerdem forderte er eine Ruhezeit von 13 bis 15 Uhr und eine Schließung der Anlage ab 20 Uhr.

Die Bayerische Gemeindeordnung empfiehlt, dass der Gemeinderat Anträge aus der Bürgerversammlung innerhalb von drei Monaten behandelt. Deshalb stand das Thema jetzt auf der Tagesordnung. Bürgermeister Andreas Scheck (BfM) berichtete, dass sich mehrere Anlieger beschwert hätten. In der Planungsphase für die Gestaltung seien Gutachten angefertigt und der Platz in der vorhandenen Ausgestaltung vom Landratsamt genehmigt worden. Die Gutachten seien eine theoretische Basis gewesen.

Messungen wurden bereits durchgeführt

Um die tatsächliche Lärmbelastung festzustellen, seien Messungen erforderlich. Diese seien vor kurzer Zeit durchgeführt worden, sagte Scheck. Da auch eine Schallschutzmauer als Lösung in Betracht gezogen werde, sehe er die Ergebnisse als wichtige Grundlage für weitere Entscheidungen an. Bei der Anzahl der Personen, die den Park nutzen, müsse durchaus differenziert werden – ob sie im Park aktiv seien oder am Rand zuschauten.

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Gemeinderat Michael Elgass (Grüne/Offene Liste) stellte infrage, ob eventuelle Regeln kontrollierbar wären. Er hält den Park für „sehr wertvoll“. Bürgermeister Scheck betonte daraufhin, dass Regeln nötig seien. Seiner Erfahrung nach könne man mit den Jugendlichen sehr gut reden, Ausnahmen gebe es aber immer.

Aus Schallschutzmauer Kletterwand machen

Erich Fuchs (Grüne/Offene Liste) warf ein, dass auch im Interesse der Anwohner entschieden werden müsse und nicht alleine nach den Interessen der Jugendlichen. Martin Riedl (CSU) schlug vor, die Mittagsruhe von zwölf bis 14 Uhr festzulegen und die Nutzungsdauer auf 20 Uhr zu begrenzen. Klaus Hell und Roland Polleichtner (beide BfM) sprachen sich für einen zusätzlichen Lärmschutz aus. Laut dem Bürgermeister ist eine Wand von mindestens zweieinhalb Metern Höhe notwendig. Toni Entfellner (Grüne/Offene Liste) regte an, diese gleichzeitig als Kletterwand zu nutzen.

Der Marquartsteiner Gemeinderat entschied einstimmig, das Ergebnis der kürzlich durchgeführten Lärmmessung abzuwarten, um angemessene und sachliche Entscheidungen treffen zu können. Um den Anliegen der Anwohner in der Zwischenzeit entgegenzukommen, werden die Nutzzeiten vorübergehend auf 20 Uhr begrenzt. An Sonn- und Feiertagen soll es eine Ruhezeit von zwölf bis 14 Uhr geben.

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