LESERFORUM

Man muss es nur tun: Lösung für Fußgänger und Radfahrer gefordert

Zum Bericht „Konzept für Geh- und Radwege in Unterwössen kommt“ im Lokalteil:

Der Bereich zwischen den Bushaltestellen und der Ausfahrt Edeka, die fehlenden Übergänge bei Kirche und Altersheim und der zunehmende Verkehr auf der Bundesstraße B 305 machen Leben und Einkaufen im Ortszentrum von Unterwössen schwer.

Schüler und Senioren sind einer permanenten Gefährdung ausgesetzt, einige Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto in die Schule, weil in ihren Augen – zurecht – die Überquerung der Bundesstraße zu gefährlich geworden ist. In der Zukunft wird auch die Attraktivität des Ortes leiden. Weshalb die Gemeinde sich seit Längerem gegen eine Ampelanlage im Bereich der zentralen Bushaltestellen wehrt, ist dabei ein unlösbares Rätsel. Offensichtlich ist, dass das beschlossene „Verkehrskonzept“ (ohne jegliche Vorgaben) nicht wirklich als solches zu bezeichnen ist – das hat auch Herr Hajer vom Planungsbüro in der Gemeinderatssitzung sinngemäß so formuliert: Einfache Ausführung, nach den vorhandenen Plänen, für 10 000 Euro – also die Beantwortung von Fragestellungen, zu der die Gemeinde mit wenig Aufwand selbst hätte kommen können. Keine Zählungen, keine Erfassung von Verkehrsströmen, kein Auftrag zu einer wenigstes grundlegenden Kostenplanung.

Schüler auf ihrem Schulweg, Senioren auf dem Weg zu Apotheke und Einkauf sind durch die momentane Situation permanent gefährdet. Hinzu kommt ab 2021 eine Gruppe von körperlich eingeschränkten Neubürgern durch die Eröffnung der Lebenshilfe-Einrichtung im Ortszentrum. Eine kluge Ampellösung mit einer Vorampel an der Alten Schulstraße würde auch die chaotische Verkehrssituation vor dem Markt entzerren. Es ist ganz einfach, man muss es nur tun.

Bernd Katzbichler

Unterwössen

Kommentare