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Aus dem Gemeinderat

Musikschule Grassau wird teurer

Die Sommerkonzerte im Kurpark waren sehr beliebt und sollen auch in diesem Jahr stattfinden.
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Die Sommerkonzerte im Kurpark waren sehr beliebt und sollen auch in diesem Jahr stattfinden.
  • VonTamara Eder
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Ihr Renommee ist über die Gemeindegrenzen bekannt: Die Grassauer Musikschule hat schon viele begabte Musiker hervorgebracht. Nun steigen die Preise für den Unterricht.

Grassau – Die „äußerst engagierte Arbeit während der Coronazeit“ der Musikschule mit ihren sieben Außenstellen lobte Bürgermeister Stefan Kattari in der jüngsten Marktgemeinderatssitzung. Die Musikschulleiter Wolfgang Diem und Otto Dufter informierte über die aktive Arbeit.

„Wir haben weiterhin stabile Schülerzahlen und so zahlt sich das große Engagement aus. Es ist gelungen aus dem Stand den Musikschulunterricht auch während Corona fortzuführen“, betonte der Rathauschef. „Auch wenn der Unterricht teilweise online abgehalten wurde, so hat dies in trüben Tagen und Wochen in viele Familien Lichtblicke gebracht“, resümierte Kattari. „Die Freude am Musizieren“ steht immer im Vordergrund“, betonte Musikschulleiter Wolfgang Diem.

Preiswürdige Leistungen

Mit 1093 Schülern ist die Musikschule mit ihren sieben Außenstellen die größte des Landkreises und die Schüler können auf sehr vielen Instrument, in Chören, Jugendkapellen, Ensembles und Theoriekursen mit der Musikkultur vertraut gemacht werden. Diem sprach von sozialer Kompetenz, die geschult werde. Trotz der schwierigen Bedingungen hatten vierzehn Kinder an den „Jugend musiziert“-Wettbewerben teilgenommen. Der Lohn für die Arbeit waren wiederum viele Preise, darunter drei auf Bundesebene (Andreas Lex, Franziska Beisse, Martin Reiser) und zwei erste Preise auf Landesebene (Maxi Ludwig und Fanny Fackler). Alicia Pfaffinger konnte bei online Musikwettbewerben auch beim „international Young Musikcans Competition“ in Atlanta/USA mit ihrem Geigenspiel einen 1. Preis holen, informierte Diem. Mit dem Musizieren, so Diem, finden viele einen wichtigen Ausgleich zu Schule und Berufsleben.

Begeistert zeigte er sich hinsichtlich des ersten Volksmusikwettbewerbs „Grassauer Haberspitz“, an dem 50 Musiker, darunter 13 Solisten und 12 Volksmusikgruppen teilnahmen. Über das Preisgeld, ausgelobt von der Gemeinde, freuten sich die Musiker. Eine gute Nachricht sei auch, dass zwei Hornisten, Fanny Fackler und Elias Walter, in das bayrische Landesjugendorchester aufgenommen wurden.

Diem informierte weiter über viele Terminverschiebungen. Doch im Sommer wurden dann alle Veranstaltungsrekorde gebrochen und acht Wochen lang gab es zahlreiche Sommerkonzerte, Bergmessen und Video-Drehs für das Chiemgau Almfestival. Er bedauerte, dass Chöre, Ensembles und Blasorchester stark von der Pandemie betroffen waren. „Dem Nachwuchs fehlen Konzert-, Ausflugs-, und Gemeinschaftserlebnisse“, sagte er und meinte, dass nach der Pandemie in diesem Bereich Aufbau- und Integrationsarbeit wichtig werden wird.

40 Veranstaltungen geplant

Der Veranstaltungsplan für dieses Jahr steht und mit 40 Veranstaltungen an den sieben Orten der Musikschule hat sich die Schule viel vorgenommen. Beibehalten werden die beliebten Sommerkonzerte im Kurpark. Anerkennung zollte Diem dem Lehrerkollegium der Musikschule. Es freute ihn, dass immer wieder junge Musikschullehrer nachkommen und ein hohes Ausbildungslevel gehalten werde.

Alles wird teurer auch die Musikschule. Doch die Praxis, die Gebühren alle zwei Jahre sehr moderat anzuheben, hat sich bewährt, wie Bürgermeister Stefan Kattari erklärte. Somit ist die Erhöhung überschaubar und führt zu keinen Härten oder Austritten.

Dies bestätigte auch Otto Dufter, verwaltungstechnischer Leiter der Musikschule und zuständig für die finanzielle Ausstattung. Trotz Erhöhung der Gebühren sei die Musikschule die günstigste im Landkreis und die geringfügige Erhöhung sei kein Anreiz den Unterricht zu beenden. Die Erhöhung wurde vom Gemeindegremium einstimmig angenommen.

Durfter stellte den Haushaltsplanentwurf vor. Der Ansatz orientiert sich an dem Rechnungsergebnis von 2021. Folglich ist mit Einnahmen von 1,18 Millionen Euro zu rechnen. An Gebühren werden rund 525.000 Euro vereinnahmt. Mit 308.000 Euro beteiligen sich die Mitgliedsgemeinden. Gefördert wird die Schule vom Land mit 185.000 Euro und vom Kreis mit 107.000 Euro.

1,3 Millionen Euro Personalkosten

In den Ausgaben überwiegen mit rund 1,3 Millionen Euro die Personalkosten. Weitere Kosten, wie Gebäudeunterhalt und Nebenkosten, Mitgliedsbeiträge und Lehrmittel summieren sich dann mit den Personalkosten auf insgesamt 1,37 Millionen Euro.

Es verbleibt ein ungedeckter Bedarf von knapp 200.000 Euro. Im Vermögenshaushalt wurde ein Bedarf von 17.000 Euro für die Anschaffung von Instrumenten, PC-Ausstattung und Um- und Erweiterungsbauten, angegeben.

Ohne weitere Diskussion nahm der Gemeinderat den Haushaltsplanentwurf entgegen. Dieser wird in den Haushaltsplan der Gemeinde einfließen.

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