GRASSAU STIMMT ZWECKVEREINBARUNG ZU

Musikschule bald größte im Landkreis?

Die Aufführungen der Musikschule Grassau finden immer wieder großen Anklang in der Bevölkerung, wie beim Konzert des Kinderchors in der Aula der Grund- und Mittelschule.  Grabmüller
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Die Aufführungen der Musikschule Grassau finden immer wieder großen Anklang in der Bevölkerung, wie beim Konzert des Kinderchors in der Aula der Grund- und Mittelschule. Grabmüller

Grassau „Dieser Zusammenschluss ist ein gutes Beispiel für interkommunale Zusammenarbeit“, betonte Bürgermeister Rudi Jantke.

Dies erfolgte auch einstimmig. Noch fehlen die Zustimmungen der Gemeinden Bernau, Reit im Winkl und eine eventuelle Teilnahme der Gemeinde Staudach-Egerndach.

Ausgelöst wurde die Diskussion durch die Gemeinde Schleching, deren Musikschule Cantica sich zum 31. August auflöst (wir berichteten). Durch die Zusammenarbeit der Gemeinden biete sich für die Musikschule Grassau mit ihren Außenstellen die Chance, ein noch besseres Angebot parat halten zu können und die Qualität zusätzlich zu steigern, erklärte Jantke.

Die Zweckvereinbarung wurde von den Geschäftsstellenleitern der Gemeinden Schleching, Unterwössen und Grassau erarbeitet. Auch wenn dem Verbund dann im besten Falle sieben Gemeinden angehören, bleibt der Sitz der Musikschule in Grassau. Ihr obliegen auch die Aufgaben, die Musikschule zu betreiben, Satzungen zu erlassen, den Haushaltsplan aufzustellen und in allen Gemeinden mit entsprechender Nachfrage Zweigstellen einzurichten.

Zudem bleibt der Markt Grassau Dienstherr des Personals der Musikschule. Ein Zustimmungsrecht erhalten alle Gemeinden bei der Bestellung der Musikschulleitung und dem Beitritt weiterer Gemeinden.

Bis auf Staudach-Egerndach hätten alle Bürgermeister signalisiert, dass die Zweckvereinbarung so getragen werden könne, so Jantke,.

Musikschulleiter Wolfgang Diem erklärte, dass die Fusion eine große Erleichterung für die Musikschulverwaltung darstelle. Auch Zuschüsse müssten dann nicht mehr doppelt gestellt werden. Zudem würde es dann ein Lehrerkollegium für 900 bis 1000 Musikschüler geben. Abgesehen davon, würden Kinder und Jugendliche große Vorteile durch Bildung gemeinsamer Ensembles, wie beim Achentaler Streichorchester oder dem Musiktheater erfahren.

Otto Dufter, Verwaltungschef der Musikschule, fügte an, dass durch die Synergieeffekte auch die Kosten geringer würden. Er informierte, dass es immer schwieriger werde, qualifiziertes Personal anzuwerben. Durch die große Musikschule könnten attraktive Arbeitsplätze angeboten werden. Die Fusion würde die Musikschule Grass au auch zur größten im Landkreis machen. Sie hätte damit bei der Zuschussvergabe ein größeres Gewicht.

Auch würde es in allen beteiligten Gemeinden die gleichen Gebühren geben, was zudem Klarheit und Gleichberechtigung schaffe, so Dufter. Jede Mitgliedsgemeinde habe zudem den Anspruch, dass in ihrer Gemeinde unterrichtet werde.

Wichtig war dem Rathauschef, dass die Musikschule weiterhin unter dem Namen Musikschule Grassau geführt werde, zumal dieser Name mit positiven Attributen und einem hohen Bekanntheitsgrad verbunden sei.

Diem erklärte, dass noch ein gemeinsames Logo gefunden werden soll. tb

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