Gemeinderat Staudach-Egerndach will weiterhin Musikkapelle unterstützen

Zweigstellenleiter Hans Schmuck bei dem kleinen Konzert mit seinen „Blech-Dachsen“ (online in Corona-Zeiten gegründet), Hansei Schmuck, Antonia Fußeder, Anian Fackler und Kilian Kroiss (von links).
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Zweigstellenleiter Hans Schmuck bei dem kleinen Konzert mit seinen „Blech-Dachsen“ (online in Corona-Zeiten gegründet), Hansei Schmuck, Antonia Fußeder, Anian Fackler und Kilian Kroiss (von links).

Der Gemeinderat Staudach-Egerndach befürwortete einstimmig, zur Förderung der Musikkapelle die Kosten für den Dirigenten für ein weiteres Jahr zu übernehmen.

Staudach-Egerndach – Wie Bürgermeisterin Martina Gaukler (CSU/UWG) erklärte, sei der Antrag unabhängig von der Musikschule zu betrachten.

Als der Musikverein und die Kapelle vor etwa zwei Jahren gegründet wurden, genehmigte der Gemeinderat eine monatliche Zuwendung von 250 Euro für den Dirigenten, befristet auf zwei Jahre bis 2020. Ziel war es, dass die Musikkapelle ihren Dirigenten nach dieser Anfangsförderung selbst finanzieren oder aus ihren Reihen einen Dirigenten ermitteln könne. Wegen Corona konnte die Kapelle aber nicht auftreten und auch keine Erlöse erzielen.

Beantragt wurde folglich, den Zuschuss auf weitere zwei Jahre zu verlängern. Laut Gaukler leiste der Verein sehr viel ehrenamtliche Arbeit. Zudem trete die Kapelle bei gemeindlichen und kirchlichen Festen unentgeltlich auf. Sie sprach sich für eine weitere Förderung aus.

Bastian Starflinger (CSU/ UWG) entgegnete, dass es sehr viele gemeinnützige Vereine in der Gemeinde gebe, die derzeit ebenfalls keine Einnahmemöglichkeiten haben.

Josef Bauer (CSU/UWG) schlug vor, den Zuschuss zunächst für ein weiteres Jahr zu gewähren und dann nochmals darüber zu diskutieren. Dem stimmten die Räte zu.

Als „gesunde“ Außenstelle bezeichnete Leiter Hans Schmuck die Zweigstelle Staudach-Egerndach der Musikschule Grassau. Unterrichtet werden über 60 Schüler. Er informierte in der jüngsten Gemeinderatssitzung über seine Arbeit. Vorab spielten die „Blechdachse“, wie sich die Nachwuchsspieler nennen, mit ihrem Lehrer Hans Schmuck für die Räte auf.

22 Schüler lernenein Blasinstrument

Die Bläser stellen mit 22 Schülern die größte Gruppe. Unterrichtet werden zudem acht Gitarristen, acht Schlagzeuger, acht Zitherspieler.

Dazu gesellen sich noch Akkordeonspieler und weitere Instrumentenspieler, berichtete Zweigstellenleiter Schmuck. 2016 habe sich Staudach-Egerndach der Musikschule Grassau angeschlossen und auch einen Raum in der Grundschule für den Instrumentalunterricht ausgebaut.

Mit 16 Interessierten wurde auch eine Bläserklasse für Erwachsene gestartet. Mittlerweile sei die Blasmusik auf 30 Leute angewachsen und es hat sich ein Musikverein gegründet. Es folgten zwei Jahreskonzerte, 40 Proben und acht weitere Konzerte der Blasmusik.

Er berichtete, dass innerhalb einer Woche nach dem Lockdown der Musikschulunterricht online abgehalten wurde.

Auch die Blasmusik habe online weitergeprobt. Jetzt wurde der reguläre Probenbetrieb wieder aufgenommen. Das Zweigstellenkonzert ist am Samstag, 4. Juli, um 17 Uhr auf dem Schulhof. tb

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