Musikkapelle geht als eingetragener Verein in die Zukunft

Marquartstein – Höhepunkt im Jahr 2018 war für die Musikkapelle Marquartstein die Eintragung ins Vereinsregister.

Vorsitzender Michael Oberressl zog in der Jahreshauptversammlung im Haus für Wasser und Musik positive Bilanz. Als eingetragener Verein habe die Kapelle nun auch die Möglichkeit, passive und Fördermitglieder aufzunehmen.

2018 habe man sehr viel Glück mit dem Wetter gehabt, so dass kaum eine Veranstaltung ausfallen musste. Insbesondere der Verkaufsstand beim Adventsgarten, das Maibaumaufstellen und das Josefi-Konzert seien sehr erfolgreich verlaufen. Das kurzweilige und im Programm gestraffte Josefi-Konzert habe den Zuhörern gut gefallen. Einer der wenigen Wermutstropfen war für den Vorsitzenden der Fronleichnamstag, hier bedauerte er insbesondere, dass der Frühschoppen nach dem Kirchenzug abgesagt werden musste. Oberressl appellierte an die Mitglieder, bei der Urlaubsplanung möglichst auf wichtige Termine Rücksicht zu nehmen.

„Marschiergeschäfte“, sprich Festumzüge und Ähnliches, habe es im vergangenen Jahr kaum gegeben. Wo immer dies der Fall war, sei Stabführer Karl Burkhard zur Stelle gewesen. Auf Dauer brauche die Kapelle einen zweiten Stabführer. Dass Dirigent Konrad Müller spontan seine Unterstützung zusicherte – „Als Dirigent gehört das dazu“ – wertet Oberressl als gute Nachricht, zumal seine Terminvorschau viele „Marschiertermine“ enthält: Im Mai steht das 100-Jährige der „Chiemgauer München“ an, im Juli das der „D‘Rechlberger“ Oberwössen, außerdem das Gaufest des Chiemgau-Alpenverbandes. Im Herbst wird die Musikkapelle Marquartstein beim Oktoberfestzug mitmarschieren. Weitere wichtige Termine sind der Fronleichnams-Frühschoppen sowie die Feierlichkeiten zum 40-jährigen Bestehen der Partnerschaft zwischen der Gemeinde Marquartstein und der Fraktion St. Andrä.

Der erste große Termin ist das Josefi-Konzert am 23. März. Für das Programm hat Dirigent Konrad Müller wieder eine kurzweilige Reise zusammengestellt; diesmal nach England. Die Zuhörer dürfen sich auf bekannte und mitreißende Stücke wie die von Händel komponierte Erkennungsmusik der Champions League oder Filmmusik aus „James Bond“, „Harry Potter“ und „Der mit dem Wolf tanzt“ freuen.

Kassier Georg Menter berichtete, dass die Musikkapelle auch im ersten Jahr als Verein mit Bedacht wirtschaftete, was wichtig sei, um beispielsweise die Anschaffung eines Schlagwerks und neuer Leiberl tätigen zu können. Das Schlagwerk wurde bereits gekauft und darf von allen Gruppen genutzt werden, die im Haus für Wasser und Musik proben. Die neuen Leiberl werden schon bald zum Einsatz kommen.

Dirigent Müller: „Bringt Freunde mit“

Dirigent Konrad Müller nutzte seine Ansprache für einen Blick in die Zukunft: „Ich denke nicht in Jahren, sondern langfristig, beispielsweise habe ich schon eine Idee, was wir beim Josefi-Konzert 2020 spielen“. Für die unmittelbare Zukunft würde er gerne das Standkonzert-Repertoire um Stücke aus den Konzert-Programmen aufstocken, das erfordere aber eine starke Besetzung der Register. Um hier auch zukünftig auf soliden Beinen zu stehen, wünscht er sich Verstärkung. „Bringt Freunde, Kollegen, Nachbarn mit zur Probe. Die sollen einfach mal mitmachen, aufhören können sie dann immer noch.“

Schriftführer Horst Lehnert lieferte einige statistische Daten: Im vergangenen Jahr hatte die Musikkapelle Marquartstein 47 Musikanten – 22 Frauen und 25 Männer. Insgesamt absolvierte die Kapelle 53 Termine, ungefähr die Hälfte davon waren Proben.

Eine Zahl, die Bürgermeister Andreas Scheck beeindruckte: „53 Termine, das heißt kurz gesagt, jede Woche!“ Er dankte den Musikanten für ihren unermüdlichen Einsatz bei allen wichtigen weltlichen und kirchlichen Ereignissen im Dorf. Natürlich hoffe er, so Scheck weiter, dass die Gemeinde auch bei den Veranstaltungen zum 40-Jährigen der Partnerschaft mit St.Andrä auf die Musikkapelle zählen kann. Gleichzeitig ermutigte er die Musikanten, der Kapelle die Treue zu halten und das Dorfleben auch weiterhin mit Veranstaltungen wie dem Fronleichnams-Frühschoppen zu bereichern. Gerade hier dürfte die Vereinsküche, die bald gebaut wird, eine enorme Arbeitserleichterung bringen. fem

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