Musikverein bleibt aktiv

Musikalisches Leben geht in Staudach-Egerndach auch in der Pandemie weiter

Den ersten und größten Auftritt im vergangenen Jahr hatte die Blaskapelle bei der Faschingshochzeit .
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Den ersten und größten Auftritt im vergangenen Jahr hatte die Blaskapelle bei der Faschingshochzeit .
  • vonTamara Eder
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Der noch junge Musikverein Staudach-Egerndach ist trotz weniger Auftritte nicht untätig – der digitale Adventskalender wurde zum Beispiel gleich 33000 Mal geklickt. Gegrünet wurde der Verein erst 2019 und hat noch viel vor.

Staudach-Egerndach – Vieles war im vergangenen Jahr coronabedingt für den noch jungen Musikverein Staudach-Egerndach nicht möglich. Auftritte mussten abgesagt werden, das Proben gestaltete sich schwierig. Im Jahresrückblick gab es dennoch einige Höhepunkte.

Mit dem damaligen Neujahrsanblasen wurde das alte Jahr noch zuversichtlich musikalisch begrüßt. An drei Orten im Gemeindegebiet spielte die Blasmusik auf. Die Veranstaltung sollte der Beginn einer neuen Tradition werden, konnte aber zum aktuellen Jahreswechsel nicht angeboten werden.

Der Höhepunkt war die Faschingshochzeit, die 2020 im Februar noch möglich war. Die Veranstaltung vor dem Staudach-Egerndacher Schulhaus war das einzige große Fest. Die erste Hauptversammlung des erst 2019 gegründeten Vereins fand im März statt.

Proben gleich zu Beginn auf de Probe gestellt

Damit Proben bewältigt werden können und zur Entlastung von Dirigent Hans Schmuck absolvierten zwei Kapellmitglieder, Lisa Zillner und Corinna Lackerschmid, den Stabsführungskurs. Das konnte jedoch nicht mehr in der Praxis getestet werden.

Der erste Lockdown bedeutete, dass die gemeinsamen Proben gestrichen werden mussten. Stattdessen wurden Proben und Lehrstunden per Videokonferenz abgehalten. Zudem nahm der Musikverein an der Challange „Mia bleim dahoam“ teil, nominiert von den Grabenstättern.

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Das Quintett durfte dann zur Ernennung von Hans Pertl zum Altbürgermeister aufspielen. Groß war die Begeisterung beim einzigen öffentlichen Auftritt nach dem Lockdown im Juli vor dem Schulhaus, bei dem die Blaskapelle gemeinsam mit dem musikalischen Nachwuchs der Gemeinde spielte. Im August und September wurden verschiedene Marschproben durchgeführt und man hätte sich auch für den Volkstrauertrag gerüstet, um dort den Trauerzug zum Kriegerdenkmal anzuführen. Doch die Pandemie verhinderte das. Der Verein wurde von Lisa Zillner mit dem Flügelhorn am Kriegerdenkmal vertreten.

Schließlich kam im November die Idee, einen digitalen Adventskalender zu „basteln“. Dirigent Schmuck hatte die Fäden in der Hand und die Kapellmitglieder viele Ideen, wie die virtuellen 24 Türchen gefüllt werden können. Über 33.000 Zugriffe konnten gezählt werden. Der Weihnachtskalender ist immer noch auf YouTube zu sehen. Wie es nun weitergeht, wird sich zeigen. Sicher ist, dass weiter geprobt wird und das Repertoire der Blaskapelle weiterwächst. tb

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