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Schreibwerkstatt öffnete wieder ihre Pforten

Mundartliteratur ist zeitgemäß

Chiemgau - Die Schreibwerkstatt für Texte in der Mundart öffnete wieder ihre Pforten. Diesmal kam ein gutes Dutzend Dialektdichter aus dem Chiemgau in Grabenstätt zusammen. Von Gerlinde Allmayer und Max Faistauer aus dem Pinzgau erhielten sie wertvolle Ratschläge. Veranstalter war der Verein "Bairische Sprache und Mundarten".

Die Schreibwerkstatt war im Herbst auf Anregung von Siegi Götze ins Leben gerufen worden. Sie führt Menschen zusammen, die sich aktiv der bairischen Sprache, ihrer Gestaltung und ihrem Ausdrucksvermögen annehmen - und dies mit Geschick, wie die in Grabenstätt vorgetragenen Gedichte bewiesen.

Die "Boarische Schreibstubn" geht über ein einfaches Treffen Gleichgesinnter hinaus, sie bietet eine gezielte Fortbildung in Sachen Dichtung. Dem Verein ist daran gelegen, dass die Mundartdichtung den Anschluss an das Heute nicht verliert. Für diese Zielsetzung konnten jetzt ein zweites Mal Allmayer und Faistauer als Mitwirkende gewonnen werden.

Sie machten auf ebenso humorvolle wie effektive Weise mit Theorie und Praxis des Handwerks "Schreiben" vertraut. Das Kennenlernen der literarischen Formen, so Faistauer, sei wichtig, um mit dem Reichtum der Sprache gut umgehen zu können und durch Hinweise der Schreibkollegen dazuzulernen. Faistauer ist von Berufs wegen - er ist pensionierter Lehrer - mit der Sprache eng verbunden. Er ist seit langem im Salzburger Land als Mundartautor bekannt und gibt seit mehr als 20 Jahren seine Erfahrungen an Menschen weiter, die Dialekt schreiben. Er ist Mitbegründer des Arbeitskreises "Regionale Sprache und Literatur" im Salzburger Bildungswerk und macht in seinen Kursen die Teilnehmer behutsam und ermunternd auf Stärken und Schwächen ihrer Schreibarbeit aufmerksam.

Allmayer gelang es, durch fantasievolle Schreibspiele zu neuen Texten anzuregen, und zwar durchaus auch in freier unkonventioneller Form. Die Teilnehmer griffen die Anregungen gerne auf. Ihre Schreiberfahrungen und ihre Fantasie wurden mit professionellen Tipps angereichert. Allmayer schreibt selbst seit etwa 15 Jahren Texte im Oberpinzgauer Dialekt. Ihre Texte werden in Lesungen auch in Bayern von den Zuhörern immer wieder begeistert aufgenommen. Die Dichterin hat seit Jahren in Schreibwerkstätten, in Salzburger Schulen und in Kursen die Teilnehmer zu beachtlichen Schreiberfolgen geführt.

Nächstes Treffen im Herbst

Allmayer und Faistauer haben viel von ihrem Wissen preisgegeben, die Teilnehmer begeistert und mitgerissen. Sie haben gezeigt: Mundartliteratur ist ansprechend und zeitgemäß. Im Herbst ist ein weiteres Treffen der Schreibwerkstatt vorgesehen. chw

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