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Vollstationäre Schmerz-Behandlung dauert 16 Tage

Multimodales Behandlungskonzept im Ruhpoldinger Schmerzzentrum macht Patienten Mut

Ärzte und medizinische Angestellte verschiedener Disziplinen arbeiten in Sachen Schmerztherapie zusammen.
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Ärzte und medizinische Angestellte verschiedener Disziplinen arbeiten in Sachen Schmerztherapie zusammen.

Elisabeth Ulmer, Vorsitzende der Kliniken Südostbayern, erklärte, dass nach umfassenden Bau- und Sanierungsarbeiten das neuformierte Kompetenzzentrum für Schmerztherapie in Ruhpolding in Betrieb gegangen ist. Für die Neuausrichtung wurden rund 4,5 Millionen Euro investiert.

Ruhpolding – Es vereint das Versorgungsteam der bisher am Klinikum Traunstein angesiedelten teilstationären Schmerztagesklinik mit der in Ruhpolding etablierten vollstationären Schmerztherapie. Integriert ist zusätzlich die Praxis für Schmerztherapie des Fachärztezentrums der Kliniken Südostbayern zur ambulanten Versorgung der Patienten. Kennzeichnend für den Erfolg des neuen Kompetenzzentrums ist der multimodale Behandlungsansatz mit einem interdisziplinären Team verschiedener Fachrichtungen.

Unter der Leitung von Chefarzt Marc-Oliver Stückrath und seinem Stellvertreter Richard Strauss, beide Fachärzte für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Spezielle Schmerztherapie, arbeiten dabei Ärzte, Psychologen, Physiotherapeuten, Co-Therapeuten und weitere Fachtherapeuten eng zusammen. Ziel ist ein ganzheitliches Behandlungskonzept mit Betrachtung der unterschiedlichen Schmerzfaktoren aus medizinischer, psychologischer und sozialer Sicht.

Chronische Schmerzen belasten

Chronische Schmerzen führen zu deutlichen Einschränkungen in allen Lebensbereichen. Deshalb stellen sie eine starke Belastung für die betroffenen Patienten dar. Untersuchungen zufolge leidet jeder zehnte Mensch darunter. Bereits nach sechs Wochen kann es zu einer Chronifizierung von Schmerzen kommen. Allgemein spricht man von chronischem Schmerz, wenn Schmerzreize wiederkehrend oder anhaltend über einen Zeitraum von mindestens drei bis sechs Monaten auftreten. Die Gründe für das Auftreten chronischer Schmerzen können vielfältig sein. Neben Krankheiten wie Rheuma, Arthrose, Gürtelrose, Diabetes, Fibromyalgie oder Tumorerkrankungen kann auch wiederkehrender Stress ein Auslöser sein. Ebenso kann Medikamentenfehlgebrauch die Schmerzempfindlichkeit erhöhen.

Patienten mit chronischen Schmerzen haben oft bereits viele Untersuchungen, medizinische Behandlungen und zum Teil Operationen hinter sich, jedoch ohne Erfolg. Resignation und Rückzug können die Folge sein. Hier setzt das Konzept der multimodalen Schmerztherapie im Kompetenzzentrum Ruhpolding an. „Wir schauen uns jeden Einzelfall mit seiner individuellen Biographie und Schmerzgeschichte genau an“, sagt Chefarzt Stückrath. Wichtig sei der Aufbau von Vertrauen zwischen Therapeuten und Patienten. „Es geht darum, Spannungen abzubauen, Bewältigungsstrategien zu entwickeln für ein Leben mit den Schmerzen und so letztendlich wieder mehr Lebensqualität und Selbstwirksamkeit zu gewinnen“, sagt der Schmerzexperte.

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Nach einem interdisziplinären Erstgespräch, das auch überregional als Online-Sprechstunde angeboten wird, legen die Experten die passende Strategie für die Schmerzbehandlung fest. Neben der ambulanten Versorgung besteht die Möglichkeit zu einer teilstationären Behandlung mit sechs Stunden Klinikaufenthalt pro Tag über einen Zeitraum von fünf bis acht Wochen. Die vollstationäre Schmerzbehandlung umfasst ein 16-Tages-Programm.re sh

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