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61-jähriger gebürtiger Traunsteiner jetzt verurteilt

Mord an Manuela K. aus Bergen: Urteil gefallen - Gericht kennt keine Gnade

Mord-Prozess um Tod von Manuela K. aus Bergen am Landgericht Traunstein
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Mord-Prozess um Tod von Manuela K. aus Bergen (rechts) am Landgericht Traunstein. Links der Angeklagte mit seinem Anwalt Harald Baumgärtl.
  • Xaver Eichstädter
    VonXaver Eichstädter
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Wie viele Jahre wird der 61-jährige Angeklagte für die Tötung von Manuela K. ins Gefängnis gehen müssen? Das Traunsteiner Landgericht hat nun ein Urteil gefällt.

Update, 11.05 Uhr - Urteil gefallen

Das Urteil am Traunsteiner Landgericht ist gefallen. Der Angeklagte, ein 61-jähriger gebürtiger Traunsteiner, wird wegen Mordes verurteilt. Außerdem ist er wegen Raub mit Todesfolge schuldig. Er erhält eine lebenslange Freiheitsstrafe. Ein ausführlicher Bericht zum Urteil folgt.

Vorbericht

Bergen/Traunstein - War es Mord oder „nur“ Totschlag? Und wie lange wird der Angeklagte hinter Gitter gehen? Am Landgericht Traunstein fällt am heutigen Freitag, 26. März, das Urteil im Mord-Prozess um die Tötung von Manuela K. aus Bergen. Ein 61-jähriger gebürtiger Traunsteiner hat die Tat bereits am ersten Prozesstag gestanden. Er hat die damals 59-Jährige in ihrer Wohnung mit Schlägen und Würgegriffen umgebracht und ihre Leiche später zerstückelt. Die Plädoyers wurden bereits gehalten.

Mord an Manuela K. aus Bergen? Urteil am Landgericht Traunstein

Staatsanwalt Markus Andrä forderte im Plädoyer eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes. Außerdem sei die besondere Schwere der Schuld festzustellen, heißt: Frühestens nach 15 Haftjähren könnte die Strafe zur Bewährung ausgesetzt werden. Verteidiger Harald Baumgärtl plädierte dagegen auf Totschlag. Maximal zwölf Jahre Haft solle das Gericht verhängen. Der Angeklagte war bei der Tat voll schuldfähig, meinten zwei Gutachter. Das Traunsteiner Landgericht unter Vorsitz von Erich Fuchs wird um 11 Uhr das Urteil sprechen.

Laut Gerichtsmediziner schlug der 61-Jährige die Frau zuerst mit einer hölzernen Buddha-Statue bis zur Bewusstlosigkeit und würgte sie anschließend. Was todesursächlich war, bleibt unklar. Einige Tage nach der Tat zerstückelte der Mann die Leiche mit einer Astschere. Der Angeklagte verpackte die sterblichen Überreste in Säcke und Sporttaschen und versteckte diese in einem Waldstück bei Knappenfeld (Gemeinde Siegsdorf). Am 7. März 2020 konnte die Polizei den Mann festnehmen. Zuerst leugnete er die Tat, zeigte den Beamten kurz darauf dann aber doch die Stelle im Wald.

Mit dieser Buddha-Statue hat der Angeklagte auf Manuela K. eingeschlagen. Sie ist etwa 30 Zentimeter groß.

Der 61-jährige Angeklagte, der zuletzt in Oberösterreich wohnte, wurde von Gerichten bereits 17 Mal schuldig gesprochen, vor allem wegen Diebstählen und Fahren ohne Führerschein. Insgesamt 20 Jahre lang sei er nach eigenen Angaben bereits im Gefängnis gesessen. Er lernte Manuela K. kurz vor der Tat auf einer Dating-Plattform im Internet kennen. Staatsanwalt Andrä geht davon aus, dass der Angeklagte Manuela K. tötete, um an ihr Geld zu kommen - denn der 61-Jährige hatte Mietschulden, einen Totalschaden am Auto und war arbeitslos.

chiemgau24.de wird aktuell vom Urteil am Landgericht Traunstein berichten.

xe

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