Modernes Wohnen in alten Gemäuern: In der ehemaligen Maxhütte in Bergen entstehen 19 Wohnungen

Die Wohnungen und Außenanlagen des „Schlackenhauses“ sollen auf Vordermann gebracht werden.
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Die Wohnungen und Außenanlagen des „Schlackenhauses“ sollen auf Vordermann gebracht werden.

Die Gemeinde Bergen will in der ehemaligen Maxhütte moderne Wohnungen schaffen. Die alten Gebäude, die einst zum Eisenhüttenwerk gehörten, sind im Besitz der Gemeinde.

Bergen – Ein großes Projekt auf dem Gelände der ehemaligen Maxhütte hat die Gemeinde Bergen gestartet.

Nach dem Umbau des „Kassierhauses“ plant die Gemeinde nun die Sanierung des „Schlackenhauses“. Sie setzt sich zum Ziel, 19 moderne Wohnungen zu schaffen. Bürgermeister Stefan Schneider (Grüne Liste Bergen) hat in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats mitgeteilt, dass ein Treffen mit Vertretern von Behörden stattgefunden habe und der Baubeginn erfolgt sei.

Die alten Gebäude, die einst zum Eisenhüttenwerk gehörten, sind im Besitz der Gemeinde. Schritt für Schritt werden diese aktuell auf Vordermann gebracht.

In den 34 Wohnungen werden bis zu 90 Bürger leben

Eines der Ziele lautet, moderne Mietwohnungen anzubieten. Im „Kassierhaus“ ist die Arbeit bereits abgeschlossen, vier Wohnungen sind entstanden. Im „Schlackenhaus“ will die Gemeinde 19 Wohnungen schaffen und im „Gelbhaus“ – im dritten und letzten Akt der Gebäudesanierungen – schließlich noch einmal elf. Die Gemeinde geht davon aus, dass in den 34 Wohnungen 80 bis 90 Bürger leben werden.

Den Beginn der Sanierungen im und am „Schlackenhaus“ nahm der Gemeinderat unter der Leitung des Bürgermeisters zum Anlass, sich über einen Teil der Gesamtplanung für das unter Denkmalschutz stehende Ensemble zu informieren.

Kleine Terrassen und Gärten schaffen

Im Zentrum der jüngsten Sitzung standen die Außenanlagen. Schneider betonte, dass die Gemeinde besonders auf die Gestaltung der Flächen zwischen den Häusern sehr viel Wert lege. An dem Plan habe sie in den vergangenen Jahren immer wieder gearbeitet und es besteht die Absicht, diesen weiter auszubauen.

Planer Wolf Steinert erläuterte die einzelnen Maßnahmen, die auf der Liste der Gemeinde stehen. Als Ziel gab er an, kleine Terrassen und Gärten zu schaffen. Insgesamt 35 Anlagen sind geplant. Jede Mietpartei in den drei Häusern wird eine Grundstückfläche zur eigenen Nutzung erhalten.

Schneider betonte, dass die Gemeinde die vier Hütten, die sich auf dem Gelände befinden, nicht antasten werde, da diese Bestandschutz hätten.

Nicht nur Hütten, auch Stadel stehen im Umfeld der Häuser. Diese Schuppen, so Schneider, hätten die Bewohner in früheren Zeiten zum Aufbewahren von Holz benutzt. Mit der Inbetriebnahme eines Fernwärme-Netzes sei die Einlagerung von Holz zum Heizen nicht mehr erforderlich. Und so sei die Gemeinde nun aufgefordert, sich Gedanken über die künftige Nutzung dieser Schuppen zu machen. Schneider schlug in diesem Zusammenhang einen Ideenwettbewerb vor.

Große Zustimmung für die Planungen der Außenanlagen

Die Planungen der Außenanlagen stießen im Gemeinderat auf große Zustimmung. Anton Rechenmacher (CSU) freute sich, dass jeder, der eine Wohnung beziehen wird, eine Freifläche erhält. Als notwendig erachtet er, Regeln für die Gartennutzungen aufzustellen.

Sabine Babl (Grüne Liste Bergen) blickte auf die Stadel und regte an, zu prüfen, ob dort vielleicht Büros zur gemeinschaftlichen Nutzung geschaffen werden können. Schneider meinte, dass er sich so eine Nutzung durchaus vorstellen könne.

Von einem Konzept, das „fast modellhaft und sehr durchdacht“ sei, sprach Annemarie Funke (CSU). Sie bestätigte, dass keine normale städtebauliche Planung vorliege. „Ich bin gespannt auf die Umsetzung“, so Funke.

Zweiter Bürgermeister Josef Gehmacher (CSU) setzt sich dafür ein, die Gärten offen zulassen. Er ist dagegen, dass „jeder eine Hecke anpflanzt und zweieinhalb Meter hochwachsen lässt“, und spricht sich für entsprechende Regeln aus. pü

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