„Modernes Gebäude mit gewissem Charme“

Hell und freundlich präsentiert sich der neue Eingangsbereich des Rathauses mit Einwohnermeldeamt den Gemeinderäten und Bürgermeister Ludwig Entfellner (rechts).
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Hell und freundlich präsentiert sich der neue Eingangsbereich des Rathauses mit Einwohnermeldeamt den Gemeinderäten und Bürgermeister Ludwig Entfellner (rechts).

Unterwössen. – „Dieses Haus hat was.“ Das stellte Bürgermeister Ludwig Entfellner (CSU) nicht ohne Stolz bei der Besichtigung der fast fertigen Umbaumaßnahmen des Rathauses im Rahmen der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Unterwössen fest.

Er charakterisierte das Haus als „modernes, zeitgemäßes Gebäude mit einem gewissen Charme.“

Startschuss mitBeginn der Krise

Der Startschuss für die Planung fiel mit dem Beginn der Legislaturperiode und dem Anfang der Corona-Krise zusammen. Nach nunmehr fünf Monaten Bauzeit konnte der festgelegte Zeitrahmen fast eingehalten werden. Ende des Jahres werden auch die restlichen noch kleineren Bautätigkeiten abgeschlossen sein.

Die Kosten belaufen sich auf rund 700 000 Euro, die die Gemeinde ohne Zuschüsse schultern muss. Eine große Summe angesichts der unwägbaren Gemeinde-Einnahmen in Corona-Zeiten. „Aber“, so betonte der Gemeindechef, „das Jahr 2020 läuft noch überschaubar gut und der Haushalt bewegt sich im Rahmen der kalkulierten Haushaltsansätze.“ Der Zeitpunkt des Umbaus und der Sanierung des rund 60 Jahre alten Gebäudes erschien allen Verantwortungsträgern passend. Zum einen ergaben sich durch den Auszug der Tourist-Info ins Alte Bad neue Möglichkeiten der Raumaufteilung.

Zum anderen bestand Handlungsbedarf durch abgewohnte Böden und Einrichtungsstücke, die alte Heizungsanlage, neue Brandschutzauflagen sowie eine unzeitgemäße digitale Ausstattung.

Im Neubau gibt es nun bessere Licht- und Platzverhältnisse. „Und man spürt das Handwerk“, betont der Gemeindechef. Alle Holzarbeiten, wie Türen, Schränke, Regale und sogar höhenverstellbare Tische, sind passgenaue Schreinerarbeiten und keine industriell gefertigte Massenware.

Das Erdgeschoss ist komplett erneuert worden. Den meisten Raum nimmt der Bürgerempfang mit seinem Sitzwartebereich und das Einwohnermeldeamt gleich am Eingang ein.

Außerdem gibt es dort einen Besprechungsraum, das Bau- und Standesamt, ein kleines Büro für Praktikanten sowie eine Küche und einen Aufenthaltsraum samt WC.

Im Obergeschoss sind bisher nur die Türen und die Schreibtische erneuert worden.

Mittelfristig soll dort der Sitzungssaal erhalten bleiben.

Gemeinderat Markus Entfellner (FDP/UWW) regte in diesem Zusammenhang an, im nächsten Jahr auch das Obergeschoss umzubauen. Dieser Meinung war auch Gemeinderat Johannes Weber (CSU), der betonte: „Das kommt auch den Bürgern zugute.“ vd

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