Mittelschule Grassau verabschiedet 31 Schüler mit Quali

Nach der Entlassfeier mit Abstand und Emotionen öffnet sich für die Schulabgänger „eine neue Tür ins Leben“. Bürgermeister Kattari fordert, „niemals mit dem Träumen aufzuhören.“

Grassau – „Wir brauchen uns mit den hervorragenden Ergebnissen nicht verstecken“, lobte Schulleiter Johannes Zeitel bei der Entlassfeier der neunten Klassen der Grund- und Mittelschule Grassau. Von 33 Schülern haben 31 ihren qualifizierenden Schulabschluss bestanden. Es sei eine Feier mit Abstand, aber auch mit Abstand die schönste Feier.

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Abstand begegne einem derzeit überall. Dabei werde bewusst, wie wichtig Nähe und Gemeinschaft im Alltag sei, so Zeitel. Schule sei ebenfalls wichtig gewesen, um Freunde zu treffen, um ein gutes Gefühl zu haben. Dass Gemeinschaft ein wesentliches Element an der Schule sei und Gemeinschaft auch Grundlage für gutes Arbeiten ist, sei den Lehrern bewusst. Die guten Ergebnisse zeigen, dass gut gearbeitet wurde und alle stolz auf sich sein können. „Physisch Abstand halten, emotional zusammenrücken“, lautet die Devise. Abstand halten könne man aber nicht allein. Hierzu gehören Verständnis und ein Standpunkt. Dass Schüler einen eigenen Standpunkt haben, sei ein schulisches Ziel. Der Schulleiter wünschte den Schülern, dass sie ihren eigenen Standpunkt vertreten mögen und ihre Zukunft aktiv gestalten können.

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Vieles ändere sich, manches nicht, betonte Bürgermeister Stefan Kattari. Bisher sei Schule ein geborgener Raum gewesen. Nun schließe sich diese Tür und eine neue Tür ins Leben öffne sich. Er verglich das Leben mit einem Urwald. Man wisse nicht, was kommt, manchmal sehe man den Weg nicht, dafür seien die schönsten Blumen zu finden. Er riet den jungen Absolventen, sich an das zu halten, was guttut, und niemals mit dem Träumen aufzuhören. Das Leben sei so vielfältig und es könne sich viel ändern. „Geht euren Herzen nach“, appellierte der Rathauschef.

Hans Harnisch und Georg Tischler, die Klassenleiter der neunten Klassen, verabschiedeten ihre Schüler sehr emotional. Harnisch charakterisierte seine Schüler kurz und bedankte sich für die liebenswürdigen Besonderheiten und Fähigkeiten.

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Tischler erinnerte mit einem Schulranzen für Grundschüler und einem Rucksack, den die Mittelschüler benutzen, symbolisch an die Veränderungen im Schulleben. Während der Schulranzen der ersten Klassen Fächer zum Sortieren vorgibt, müssen sich die älteren Schüler mit ihren Rucksäcken selbst organisieren und Verantwortung übernehmen. Er rief die Schüler auf, offen und mutig zu bleiben.

Feierlich, aber mit Abstand, nahmen die Schüler ihre Zeugnisse in Empfang. Der Elternbeirat zeichnete die besten Absolventen aus. Korbinian Hiendl umrahmte die Feier musikalisch auf dem Akkordeon. tb

Die besten Absolventen

Jasmin Graf, 1,8

Maximilian Rödding, 1,8

Samuel Gaukler, 1,9

Morice Theurer, 1,9

Korbinian Hiendl, 2,0

Amel Lelic, 2,1

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