Mitgliederanstieg: Anglerbund erwartet 700. Petrijünger

Besatz-Maßnahmen sind eine der Hauptaufgaben derFischer.
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Besatz-Maßnahmen sind eine der Hauptaufgaben derFischer.

Übersee. – Der Anglerbund Chiemsee mit Sitz in Übersee ist einer der Vereine mit dem größten Wachstum in der Region.

Hatte der Verein vor drei Jahren noch 510 Mitglieder, wird für heuer ein Überschreiten der 700- Mitglieder-Grenze erwartet. Wie haben die Petrijünger das geschafft?

„Der Mitgliederanstieg hat wohl mit der guten Vereinsarbeit und dem Anstieg an Freizeitangeboten zu tun“, vermutete Vorstand Sepp Schiller in einem Gespräch mit unserer Zeitung. „Wir können unseren Mitgliedern ein breit gefächertes und attraktives sowie stets wachsendes Angebot an Fließ- und Stillgewässern anbieten, wo sie ihrer Passion nachgehen können. Zudem haben wir die Möglichkeit, die Angelfischerei am Chiemsee von unserem eigenen Hafen in Übersee mit Bootssteg und Fischerhütte aus zu betreiben.“

Auch der neue Angelteich in Kraimoos werde laut Schiller sicherlich wieder neue Mitglieder aus der Umgebung Erlstätt, Chieming und Traunstein bringen. Abgesehen davon wurden in der Fischzuchtanlage in Hirschau bei Grabenstätt rund 50 000 Bachforellenbrut erzeugt sowie Karpfen und Schleien. Zur Freude der Petrijünger werden die Forellen jetzt im Frühjahr in der Weißen Ache in Bergen ausgesetzt.

Große Mühe in der Mitgliederwerbung gibt sich der Verein auch in seiner Jugendgruppe mit derzeit rund 60 Jugendlichen. Angebote sind Jugendzeltlager, Schulungen und gemeinsames Fischen.

Auch das gesellschaftliche Leben im Anglerbund führt dem Verein immer wieder neue Mitglieder zu. Höhepunkt des Vereinsjahres ist das mittlerweile schon traditionelle Fischerfest am ersten August-Wochenende auf dem Hafengelände. Aber auch der gemeinsam mit dem Trachtenverein organisierte „Stanzenball“ zum Fasching und der Stand am Christkindlmarkt der „Kühlheisler“ sind beliebte Treffpunkte.

Gegründet wurde der Verein im November 1952 von elf Petrijüngern im Gasthaus „Seerose“ in Übersee/ Feldwies. Von Anfang an hat sich der Verein nicht nur die Angelfischerei, sondern auch den Naturschutz auf die Fahnen geschrieben. So unterstützt der Anglerbund gemeinsam mit dem Landesfischereiverband und in Zusammenarbeit mit Naturschutzorganisationen diverse Artenhilfsprogramme für einheimische Fischarten, betreibt Monitoring in Gewässern und bemüht sich auch durch die Pflege von zahlreichen kleinen und kleinsten Fließgewässern um den Fortbestand heimischer Ökosysteme. Der Natur- und Umweltschutz steht dabei stets über den Interessen der Fischerei. Der Fang möglichst vieler Fische ist nicht das Ziel.

Was die Angelfischerei betrifft, hat sich der Verein folgende Ziele gesetzt: die Hege und Pflege der Fischbestände und Lebensgemeinschaften in den Vereinsgewässern, die Förderung der waidgerechten und nachhaltigen Angelfischerei sowie des Fischartenschutzes, die Erhaltung und der Schutz der Gewässer als Bestandteil des Naturhaushalts und als Lebensgrundlage für Tiere, Pflanzen und den Menschen. Dafür pflegt der Verein eine gute Zusammenarbeit mit dem Wasserwirtschaftsamt und den Berufsfischern sowie diversen Naturschutzverbänden und den Behörden. vd

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