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Bernauer Kunstkreis stellt aus

Mit Kunst in Bernau durch die Welt der Märchen

Die bronzene Erda von Antje Tesche-Mentzen macht es sich im Bernauer Kurpark gemütlich vor den ausstellenden Künstlern (von links): Elisabeth Seidel, Yaninne Cansaya, Stefanie Dirscherl, Christine Wittmann, Christa Bock-Köhler, Dr. Corinna Brandl, Antje Tesche-Mentzen, Willee Regensburger, Dorothee Tielemann, Eva Dahn-Rubin und Brigitte Cabell.
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Die bronzene Erda von Antje Tesche-Mentzen macht es sich im Bernauer Kurpark gemütlich vor den ausstellenden Künstlern (von links): Elisabeth Seidel, Yaninne Cansaya, Stefanie Dirscherl, Christine Wittmann, Christa Bock-Köhler, Dr. Corinna Brandl, Antje Tesche-Mentzen, Willee Regensburger, Dorothee Tielemann, Eva Dahn-Rubin und Brigitte Cabell.
  • VonElisabeth Kirchner
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„Sagenhaft, märchenhaft, fabelhaft“: Regional und überregional renommierte Künstler geben sich im Bernauer Kurpark und Rathaus mit ihren Werken ein Stelldichein. Die Ausstellung ist bis Ende Oktober zusehen.

Bernau – Mit dem Thema „Sagenhaft, Märchenhaft, Fabelhaft“ hat der Bernauer Kunstkreis zahlreiche regional und überregional renommierte Künstler zu Kunstwerken inspiriert, die nun bis Ende Oktober den Kurpark und das Rathaus zieren. Als Gastkünstlerin stellt Antje Tesche-Mentzen zudem einige ihrer großen Bronzefiguren vor dem Rathaus und im Kurpark aus.

Kulturschaffenden Flügel verliehen

Die immens große Märchen- und Sagenwelt verlieh den Kunstschaffenden innerhalb und außerhalb des Kunstkreises im wahrsten Sinne des Wortes Flügel. Schon bei der Vernissage – wetterbedingt im Rathaus – zeigte sich, dass die diesjährige Ausstellung gut ankommen wird. Dort geht es sagenhaft, märchenhaft, fabelhaft bunt zu: Gemälde von Antje Tesche-Mentzen, Stefanie Dirscherl, Willee Regensburger und Dorothe Tielemann beleben die Wände.

„Der Aufruf zum Frieden„

Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber freute sich bei der Ausstellungseröffnung in ihren Grußworten vor zahlreichen Gästen, dass mit Antje Tesche-Mentzen eine der bekanntesten Bildhauerinnen der Gegenwart für Bernau gewonnen werden konnte. Das Ansinnen der Gaia, die mitten in der Bepflanzung auf dem Rathausplatz thront, und aus deren Schoß sämtliche Kulturen der Erde entspringen, sei „so aktuell wie nie, der Aufruf zum Frieden und zur Bewahrung unserer Erde“, so die Bürgermeisterin.

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Sie dankte dem Bernauer Kunstkreis, allen voran Dr. Corinna Brandl und Dorothea Thielemann, die ehrenamtlich die Ausstellung organisiert haben.

Corinna Brandl begann ihre kurze Rede mit der Frage: „Wozu brauchen wir in der heutigen Zeit Märchen?“ Darin seien Lebensweisheiten versteckt, an denen man sich orientieren könne. Märchen und Sagen seien Mythen aus der Urzeit, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden und die gerade durch das Weitererzählen das gemeinschaftliche Miteinander förderten. „Die Skulpturen, die Gemälde, die Installationen sind Einladung zum Träumen, zum Innehalten, zum Weiterspinnen märchen-, sagenhafter und fabelhafter Gedanken“, so Brandl.

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Diesem Wunsch des Bernauer Kunstkreises kamen die Ausstellungsbesucher bei mittlerweile trockenem Wetter gerne nach. Am Fuß des Hügels grüßt eine hingebettete bronzene Erda von Antje Tesche-Mentzen, den Hügel im Kurpark hinauf sieht man linker Hand einen weißen Traumsessel von Corinna Brandl, gelb angestrichene Inka-Kolibri-Stelen von Yaninne Cansaya sind Farbtupfer im frischen Grün der Wiese. Rechts oben steht ein aus bunten Säulen errichteter Pavillon mit einer Cinderella-Rose.

Die Brotzeit-Band spielte auf

Zu den munteren Klängen der Brotzeit-Band, die sich eben dort postierte, erkundeten die Besucher den Kurpark. Rund um einen Baum hat kaum grashoch Elisabeth Seidel einen Elfenkreis aufgebaut, mit der Hexenhaus-Siedlung – aufgehübschte Vogelhäuschen mit aberwitzigen Preisetiketten – spielt Dorothea Tielemann auf die überteuerten Immobilienpreise an, die „Liebelei am Wasser“ von Uta Becker zeigt zwei ältere Herrschaften beim zaghaften Flirten. In Wirklichkeit sind es zwei tönerne Büsten vor Vogeltränke.

Ausstellung bis Ende Oktober zu sehen

Der Waldschrat aus Beton von Moni Stein entsteigt einer alten Wurzel, herrschaftlich stehen König und Königin (von Rene Jacobi) als Pharaonenbüsten prachtvoll da. Der hölzerne Scherenschnitt von Christl Wittmann erinnert an alte Märchenbücher, wäre da nicht die Mickey Mouse im Scherenschnitt-Format. Am Eröffnungsabend wollte sich zwar niemand im Traumbett von Eva Dahn Rubin seinen Träumen hingeben, aber das kann nachgeholt werden: Die Ausstellung ist bis Ende Oktober zu sehen.

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