Hilfe für Bedürftige in Osteuropa

Hilfsaktion der Malteser im Kreis Traunstein: Mit Lebensmittelpaket zum Glücksbringer werden

Die alljährliche Glücksbringer-Aktion der Malteser ist besonders für Kinder eine große Freude und Überraschung. Michael Soldanski (Mitte), Leiter des Malteser-Auslandsdienstes in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land, hat auch schon zum letzten Weihnachtsfest „Glücksbringer-Pakete“ nach Baraolt gebracht.
+
Die alljährliche Glücksbringer-Aktion der Malteser ist besonders für Kinder eine große Freude und Überraschung. Michael Soldanski (Mitte), Leiter des Malteser-Auslandsdienstes in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land, hat auch schon zum letzten Weihnachtsfest „Glücksbringer-Pakete“ nach Baraolt gebracht.

Seit mehr als einem Jahrzehnt führen die Malteser in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land die „Glücksbringer-Aktion“ als Weihnachtshilfe für bedürftige Menschen in Osteuropa durch.

Traunstein – Hilfspakete werden zu Menschen gebracht, die das Fest nicht unbeschwert feiern können. Auch in diesem Corona-Jahr wollen die Malteser bedürftige Familien im rumänischen Baraolt und Umgebung nicht im Stich lassen. Deshalb bittet die Hilfsorganisation um Lebensmittelpakete mit einem Geschenk für Kinder.

Aufgrund der Corona-Pandemie war es fraglich, ob die Weihnachtshilfe überhaupt durchgeführt werden kann. Üblicherweise bringen die Malteser jährlich bis zu achtmal Hilfsgüter in die Region um Baraolt. In diesem Jahr war wegen der Grenzschließungen bislang nur ein einziger Transport möglich. Die Verantwortlichen sind zuversichtlich, dass die Glücksbringer-Lkws bis 6. Januar – zum orthodoxen Weihnachtsfest – starten können. Alles hängt jedoch von der dann herrschenden Corona-Situation und den notwendigen Genehmigungen ab.

Deshalb kann es auch später im Januar oder Februar werden. Michael Soldanski, Malteser-Kreisgeschäftsführer im Berchtesgadener Land, hat die Transporte schon oft selbst durchgeführt. Er hofft zusammen mit Peter Volk, Kreisgeschäftsführer in Traunstein, auch in diesem Jahr auf die großzügige Unterstützung der Bevölkerung: „Für mich ist es immer sehr berührend, die leuchtenden Augen der Menschen und ihre Dankbarkeit für die Hilfe zu sehen“, berichtet Soldanski, der die Malteser-Auslandshilfe in der Region leitet. Wer die Aktion unterstützen möchte, kann ein Paket mit festgelegtem Inhalt (siehe Packliste) spenden. Lebensmittel sollten noch eine langer Haltbarkeit haben.

Bis Freitag, 18. Dezember, können die Pakete von Montag bis Freitag, jeweils von 8 bis 17 Uhr, in den Malteser-Kreisgeschäftsstellen in Traunstein-Axdorf, Axdorfer Straße 3a, oder in Bad Reichenhall, Teisendorfer Straße 8, abgegeben werden. Von Schulen oder Kindergärten, werden die Pakete nach Absprache gerne abgeholt. Die beiden Malteser-Geschäftsführer hoffen auf eine ähnlich große Resonanz wie in den vergangenen Jahren, in denen bis zu 800 Hilfspakete gespendet wurden. In diesem Jahr ist die Hilfe noch dringender.

Die Durchführung erfolgt ausschließlich durch ehrenamtliche Helfer. Zur Deckung der Transportkosten freuen sich die Malteser auch über Geldspenden. In der siebenbürgischen Stadt Baraolt leben knapp 10 000 Menschen, die vorwiegend der ungarischen Minderheit angehören. Hohe Arbeitslosigkeit und die anhaltende Strukturschwäche verursachen Armut, unter der vor allem Kinder, Kranke und Menschen mit Behinderungen leiden.

Die Malteser in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land unterstützen vor allem eine Behinderten-Tagesstätte und sonstige Einrichtungen. Eng wird mit den rumänischen Maltesern vor Ort zusammengearbeitet. Mit ihnen werden die Hilfslieferungen abgestimmt. pv

Kommentare