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Hilfsaktion „Seven Peaks“

Mit dem Rad auf sieben Gipfel: So legen sich Mountainbiker im Chiemgau für Kinder in Nepal ins Zeug

Treffen bestens gelaunt in Grassau ein: (von links) „Seven Peaks“- Initiator Markus Wössner mit Unterstützern Andreas Frank, Rupert Strohmaier und Martin Böswald sowie Harald Bauer, Angelika Schramml und Thomas Dorfhuber vom Verein „Radeln und Helfen“.
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Treffen bestens gelaunt in Grassau ein: (von links) „Seven Peaks“- Initiator Markus Wössner mit Unterstützern Andreas Frank, Rupert Strohmaier und Martin Böswald sowie Harald Bauer, Angelika Schramml und Thomas Dorfhuber vom Verein „Radeln und Helfen“.
  • VonTamara Eder
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Mit der Hilfsaktion „Seven Peaks“ hat der Bernauer Markus Wössner gemeinsam mit seinen Mitstreitern Geld für ein Kinder-Hilfsprojekt in Nepal erradelt. Dabei erklammen die Mountainbiker sieben Gipfel mit ihren Rädern. Die Aktion liegt Wössner aus einem ganz besonderen Grund am Herzen.

Grassau/Bernau – Eine gewaltige Leistung haben Mountainbiker um den Bernauer Markus Wössner bei der Hilfsaktion „Seven Peaks“ erbracht. Für sein Kinder-Hilfsprojekt in Nepal legten sich die Teilnehmer ordentlich ins Zeug, radelten auf sieben Gipfel und legten 7000 Höhenmeter zurück.

Völlig verschwitzt, aber glücklich

In Grassau machten die Sportler Station, erzählten von ihren Erfahrungen und von den Projekten, die vom Verein „Radeln und Helfen“ mit Sitz in Garching an der Alz unterstützt werden. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht, völlig verschwitzt, aber glücklich, treffen die Mountainbiker der Gemeinschaft im Grassauer Ortszentrum ein.

„Wir haben gerade zum zweiten Mal die Kampenwand erradelt“, ruft Markus Wössner gut gelaunt. Die Anstrengung ist ihm nicht anzusehen, der durchtrainierte Mountainbiker freut sich, dass alles gut gegangen und niemand gestürzt ist.

Geld für jeden Kilometer

Bei über 30 Grad scheint für „normale“ Biker jeder Kilometer eine Qual, nicht so für diese Mountainbiker. Vielleicht lag es auch daran, dass sie durch die Spendenaktion „Seven Peaks“ (Sieben Gipfel) beflügelt wurden und das Bewusstsein, für jeden gefahrenen Kilometer Geld für Kinder zu sammeln, den nötigen Rückenwind verlieh. Gestartet wurde bereits um 4 Uhr morgens in Bernau, und nach neun Stunden hoch und runter wurde im Grassauer Ortszentrum pausiert. Die Gemeinde stellte hierfür Räume zur Verfügung, und Gaby Braun vom kommunalen Kulturbüro organisierte vor Ort den Empfang der Sportler.

Wie Markus Wössner erzählte, sollen während der Charity-Veranstaltung – eine von vielen des Vereins „Radeln und Helfen“ – primär Spenden für ein Schulprojekt in Nepal gesammelt werden. Dieses Schulprojekt der Bayaki School in Kristi liegt Wössner besonders am Herzen, denn diese Schule in einer sehr armen Region Nepals, hat er vor 20 Jahren gegründet.

Schwester in Nepal verunglückt

Auslöser war damals, dass seine Schwester und Schwager bei einem Flugzeugabsturz in Nepal ums Leben kamen. Seine Schwester war Lehrerin in der Region und habe sich immer für Kinder eingesetzt. „Heute schaut sie von oben runter und ist sicherlich stolz“, sagt Wössner.

Die Mountainbiker setzen aber nicht nur ihre Muskelkraft und Ausdauer ein, sie unterstützen mit ihrem Startgeld zusätzlich Hilfsprojekte. Außerdem suchen sich die Mitwirkenden Sponsoren, die ebenfalls spenden, entweder mit einem festen Betrag oder mit einem „Kilometergeld“. Somit sorgt jeder gefahrene Kilometer für das Befüllen des Spendentopfs. Die ehrgeizigen Fahrer erreichten alle sieben Gipfel: Heuberg, Hochries, Laubenstein, Kampenwand, Hochplatte, Hochgern und Hochfelln.

So manche Bergspitze haben sie gleich zweimal mit dem Rad erklommen, um möglichst viele Spenden zu generieren. Dem Verein „Radeln und Helfen“ gelang es zudem, weitere Partner für ihre Aktion zu gewinnen. Diese sorgten in Grassau für die gesunde Verpflegung, stellten ihre Produkte vor und spendeten vom Verkauf wiederum einen prozentualen Anteil.

Wiederholung im kommenden Jahr

Das Projekt ist noch nicht beendet, auch wenn das Spendenziel von 7000 Euro erreicht wurde. Noch immer kann auf der Seite des Vereins zur Unterstützung der Kinderhilfsprojekte gespendet werden. Jeder Betrag über 7000 Euro geht an andere Kinder-Hilfsprojekte in der Region. Auch wird „Seven Peaks“ voraussichtlich im kommenden Jahr wiederholt.

Markus Wössner geht davon aus, dass dann noch mehr Biker teilnehmen werden. Schließlich sei nicht nur das Spenden, das Freude mache, sondern auch die Herausforderung, die Gemeinschaft und Geselligkeit sowie das Erlebnis, in den schönen Chiemgauer Bergen unterwegs zu sein.

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