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Theaterpremiere

„Mir g’foit die Gaudi“ auf und vor der Rottauer Bühne

Der Altbauer (Paul Hormann) wundert sich über das merkwürdige Verhalten der Magd „Mirl“ (Irmi Fischer), die von ihrer Hochzeit träumt, obwohl sie noch gar keinen Bräutigam hat.
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Der Altbauer (Paul Hormann) wundert sich über das merkwürdige Verhalten der Magd „Mirl“ (Irmi Fischer), die von ihrer Hochzeit träumt, obwohl sie noch gar keinen Bräutigam hat.

Volksbühne Bernau feiert Premiere im „Messerschmied“ in Rottau mit „Der bayerische Casanova“.

Bernau/Rottau – „Mir g’foit die Gaudi“ – das dachten sich wohl auch die Zuschauer im gut besuchten Saal des Gasthofes „Messerschmied“ in Rottau. Trotz hoher sommerlicher Temperaturen hatten sie viel zu lachen, spendeten zahlreichen Szenenapplaus und einen kräftigen Schlussapplaus für die Schauspieler und Regisseur Gerald Hofmann. Die Bernauer Volksbühne musste nach zwei Jahren Corona-Pause mit ihrem Stück in den Saal nach Rottau auswandern, da der Saal in Bernau abgerissen wurde und erst wieder neu gebaut werden muss.

Lange Liste von Bekanntschaften

In dem Dreiakter von Veri Geisenhofer sucht der verwitwete Anderlbauer wieder eine neue Bäuerin. Er hat eine lange Liste von Bekanntschaften. Deshalb heißt er im Ort auch der „bayerische Casanova“. Mit seiner letzten Bekanntschaft, einer „Stadtpflanze“ aus München, meint er es ernst. Nicht nur sein Freund, der „Girgl“, sieht das ganz anders und will ihn vor diesem falschen Schritt bewahren.

Mike Hartl spielt einen sehr überzeugenden und von sich eingenommenen „Casanova“. „Girgl“, gut gespielt von Willi Osterhammer, versucht mit rationalen Argumenten seinen Freund von diesem Vorhaben abzubringen. Er kommt aber selbst in die Bredouille, weil er wechselnd vom Hochzeiter, zum Schwiegersohn und plötzlich zum Schwiegervater wird. Seine Tochter „Sefferl“, frisch und frech gespielt von Anna Gelder, schleicht sich beim Anderlbauern als dessen vermeintliche uneheliche Tochter ein, um ebenfalls die Hochzeit zu verhindern.

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Die Rolle des „Ferdl“, Sohn des Anderlbauern, passt gut zu Wolfgang Schuster als eifersüchtiger und etwas schüchterner Liebhaber und ergänzt sich sehr gut mit „Sefferl“. Er kennt zwar sein „Sefferl“ von heimlichen Treffen, weiß aber nicht genau wo sie herkommt und wie sie sich schreibt. Er ist somit völlig perplex, als er diese unverhofft auf seinem Hof antrifft.

Die Großeltern des Anderlbauern, souverän dargestellt von den Routiniers Claudia Schlosser und Paul Hormann, verzweifeln an dem Chaos von ständig wechselnden vermeintlichen Hochzeitspaaren und der damit rasant wachsenden neuen Verwandtschaft. Alexandra Bauer als aufgebrezelte Münchener „Stadtpflanze“ und „G’schoss“ fegt überzeugend über die Bühne.

Auf der Suche nach einem Hochzeiter

Als sie merkt, dass nichts aus der Hochzeit wird, droht sie damit, dass ihr Anwalt, der Dullinger Schorsch aus der Au dem Bauern, „sein Safterl schon noch auspressen wird“.

Einen weiteren richtigen Farbklecks bringt „Mirl“, die Magd beim Anderlbauern, in das Stück. Irmi Fischer weiß diese Rolle voll auszufüllen. Neugierig, schlagfertig und selbstbewusst mischt sie mit, selbst auf der Suche nach einem Hochzeiter – egal wer. Ihr Standardspruch auf alle Ereignisse: „Mir g’foit die Gaudi!“ Als der Anderlbauer erfährt, dass das „Sefferl“ doch nicht seine Tochter ist, erwacht im ihm wieder der „alte Casanova“. Ob das gut gehen kann?

Die nächsten Aufführungen sind am 25. August, 1., 8. und 15. September, jeweils um 20 Uhr. Tickets bekommt man im Vorverkauf bei der Tourist-Info Bernau, bei allen VVK-Stellen von Ticket Scharf, online unter www.ticketscharf.de oder an der Abendkasse. Weitere Infos unter www.bernauer-volksbuehne.de.

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