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20 Minuten die Luft anhalten

Die Ferienreporter Leander und Pauline Gräf mit einem Skelett eines Biberkopfs, an dem die eindrucksvollen Vorderzähne des Nagers gut zu sehen sind.  Foto Berger
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Die Ferienreporter Leander und Pauline Gräf mit einem Skelett eines Biberkopfs, an dem die eindrucksvollen Vorderzähne des Nagers gut zu sehen sind. Foto Berger

Prien - Wir Nachwuchsreporter, drei Mädchen und fünf Buben, besuchten den Biberexperten Jürgen Pohl in der Schafwaschener Bucht, wo sich solche Nagetiere vor einigen Jahren niedergelassen und eine große Burg an der Prien gebaut haben.

Wir befassten uns mit dem Thema "Lebensweise eines Bibers". Der Name Biber stammt von den Indianern in Amerika und bedeutet übersetzt ungefähr "kleiner Säugling", weil die Rufe der Jungen so ähnlich klingen wie die Schreie von Menschen-Babys.

Wir erfuhren, dass Biber lebenslang wachsen und maximal 35 Kilo wiegen können. In Gefangenschaft leben die Nagetiere bis zu 30 Jahre. In der Natur leben sie nur zwölf Jahre, weil ihre Backenzähne nicht nachwachsen und sie sich deshalb keine Nahrung mehr beschaffen können. Dagegen wachsen die vorderen Schneidezähne immer wieder nach.

Mit ungefähr zweieinhalb Jahren gelten Biber als ausgewachsen und müssen das Revier ihrer Eltern verlassen. Wenn sich diese Generation ein eigenes Revier sucht, können die Tiere bis zu 300 Kilometer zurücklegen. Dabei können sie auch mal bis zu 50 Kilometer an Land zurücklegen. Biber können nämlich nicht nur gut schwimmen, sondern auch ziemlich schnell laufen.

Ein Revier besteht aus höchstens drei Generationen: Eltern und bis zu zwei Jahrgängen von Jungen. Die Biber paaren sich im Herbst, aber das Weibchen wird erst im Frühling schwanger.

Der Wurf besteht aus zwei bis fünf Jungen, allerdings überleben meistens nur zwei von ihnen. Die Schwangerschaft dauert drei bis vier Monate und die Jungen kommen zwischen April und Juni auf die Welt.

Babys können noch nicht schwimmen

Die kleinen Nagetiere wiegen bei ihrer Geburt 500 bis 800 Gramm, haben schon ein Fell und können die Augen schon öffnen, aber sie können noch nicht schwimmen. Das lernen sie nach ungefähr zwei Wochen.

Auf einem Quadratzentimeter Kopfhaut eines Menschen sind durchschnittlich 100 bis 200 Haare. Zum Vergleich: Der Biber hat 15000 bis 28000 Haare pro Quadratzentimeter am Fell.

Die Biber ernähren sich ausschließlich von Pflanzen, sie kennen zirka 340 verschiedene Pflanzenarten, die sie fressen.

Besonders erstaunlich ist, dass Biber bis zu sechs Minuten unter Wasser bleiben können, während sie dort arbeiten. Wenn sie sich dagegen unter Wasser nur ausruhen oder still am Grund vor einem Feind verstecken, können sie sogar bis zu 20 Minuten unter Wasser bleiben.

Eigentlich haben die erwachsenen Tiere keine Feinde, nur die jungen Tiere haben welche. An Land sind das zum Beispiel Bär, Wolf und Luchs und im Wasser sind es Wels beziehungsweise Waller und Hecht. Aus der Luft werden sie nur von Eulen und Uhus nachts angegriffen, denn die Biber sind nur in der Dunkelheit unterwegs. Tagsüber schlafen sie in ihrer Burg.

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