Für elf Millionen Euro: Grund- und Mittelschule Chieming wird komplett saniert

Die Chieminger Grund- und Mittelschule bekommt im Zuge der Sanierung auch ein digitales LAN-Netz.
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Die Chieminger Grund- und Mittelschule bekommt im Zuge der Sanierung auch ein digitales LAN-Netz.

Generalüberholung der Gebäude soll elf Millionen Euro kosten. Baubeginn ist im Herbst, wenn alle Förderanträge rechtzeitig bearbeitet werden. Komplettes LAN-Netz geplant.

Von Arnold Zandl

Chieming – Bürgermeister Stefan Reichelt (CSU) berichtete über die erste Klausur des neuen Gemeinderates Anfang Juni, in der über die Generalsanierung der Grund- und Mittelschule mit Außen- und Schulsportanlagen informiert wurde. Neben einer Schulhausbesichtigung stand die Kostenberechnung durch Architekt Hans Romstätter auf dem Programm. Weil der Gemeinderat am Klausurtag angeregt hat, die Lichtverhältnisse des Pausenraumes zu verbessern und die Terrassenfläche im Bereich des Lichtgrabens auf Kellergeschossbodenhöhe abzusenken, liegen die veranschlagten Gesamtkosten nun bei 10 861 856 Euro brutto. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, die Haushaltsmittel für den Schulverband Chieming bereitzustellen.

Insgesamt acht Förderanträge

„Nachdem jetzt der Gemeinderat der Baumaßnahme zugestimmt hat und über die Förderantragsunterlagen in Kenntnis gesetzt worden ist, werde ich die insgesamt acht Förderanträge unterschreiben, damit der Eingabeplan noch vor den Sommerferien eingereicht werden kann“, so Reichelt. Ziel ist es, nach der Sommerpause eine Baugenehmigung zu haben, damit die Baumaßnahmen im Herbst 2020 beginnen können.

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Rosemarie Huber, die Vorsitzende des Elternbeirats ist insgesamt „sehr zufrieden“ mit der geplanten Sanierung, doch könnte es ihrer Meinung nach „einen Tick schneller gehen.“ Da sei zwar die Coronakrise dazwischen gekommen, aber „es wird Zeit, dass man mal etwas sieht.“ Es sei dringend, dass die Toiletten saniert werden, denn die seien „in einem desolaten Zustand.“ Huber ist zuversichtlich, dass die Sanierung ohne größere Beeinträchtigungen des Schulbetriebs laufen wird: „Die Kinder sind da viel flexibler als wir Eltern.“

Alles muss erneuert werden

Schulleiter Alexander Fietz freut sich, dass die Schule die ursprüngliche Größe der Klassenräume behalten darf. Grund sind die Förderrichtlinien: Wäre die Schule neu gebaut worden, dann hätten die Räume nur noch 50 Quadratmeter groß sein dürfen, bei der Sanierung dürfen sie die ursprüngliche Größe von 70 Quadratmetern behalten. „Der Baukörper ist in stabilem Zustand“, freut sich Fietz. Aber ansonsten müsse an den Gebäuden nahezu alles erneuert werden, von den Sanitäranlagen bis zu den Wasser- und Stromleitungen. Neu dazu kommt die LAN-Verkabelung der ganzen Schule. Der Schulleiter freut sich, dass es jetzt vorangeht: „Das Verfahren läuft, die Anträge sind auf dem Weg zur Regierung Oberbayern.“

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Bürgermeister Reichelt sagte der Chiemgau-Zeitung: „Wir sind gut dabei, aber jetzt müssen wir warten bis die Förderanträge durch sind.“ Das werde zwei bis drei Monate dauern. Im Juli wolle die Gemeinde noch im Juli die baurechtlichen Maßnahmen in die Wege leiten, damit im Herbst mit dem ersten Bauabschnitt begonnen werden kann, der vollständigen Entkernung des Gebäudes.

Grabenstätt beteiligt sich an Baukosten

Nach Bekanntgabe der Entscheidung über die Höhe der Förderungen soll im Gemeinderat weiter über die Baumaßnahmen diskutiert werden. Reichelt und Romstätter hatten einen Tag vor der Gemeinderatssitzung in Chieming den Gemeinderat in Grabenstätt als Schulverbandspartner über die baulichen Maßnahmen der Verbandsschule informiert, da sich die Gemeinde Grabenstätt auch an den Baukosten beteiligen wird.

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Die Chieminger Gemeinderäte stimmten der örtlichen Prüfung der Jahresrechnungen des Schulverbands Chieming durch den Rechnungsprüfungsausschuss der Gemeinde einstimmig zu.

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