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Zwischen Mönchsgewand und Lederhosen

Michael Steindlmüller ist jetzt Pfarrprovisor im Salzburger Land

Michael Steindlmüller blickt auf Abtenau.
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Michael Steindlmüller blickt auf Abtenau.
  • Anton Hötzelsperger
    VonAnton Hötzelsperger
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Vor 20 Jahren entschloss sich Michael Steindlmüller aus St. Salvator bei Prien und aus der Gemeinde Rimsting sowie aus dem Pfarrverband Westliches Chiemseeufer in das Kloster St. Peter nach Salzburg einzutreten. Vor zehn Jahren war im Salzburger Dom dann seine Priesterweihe. Nun ist er für sein Kloster Pfarrprovisor in Abtenau im Salzburger Land.

Prien/Abtenau – Zuständig ist er dort für den Pfarrverband Lammertal und damit für die Pfarrgemeinden Abtenau, Rußbach, Annaberg und Lungötz. Bei einem herbstlichen Besuch gewährte er uns als Pater Virgil einen Einblick in seine neue Heimat.

„Mit Salzburg bin ich immer noch mit dem Chiemsee verbunden, denn lange Zeit wurde das Bistum Chiemsee kirchlich von einem in Salzburg residierenden Weihbischof betreut.“ Damit weiß sich Pater Virgil stets mit seiner Heimatgemeinde verbunden, in der er ebenso wie sein Bruder Josef, jetzt Priester im Pfarrverband Olching, Primiz feierte.

Gemeinschaftsleben zeigt sich deutlich

Heimweh hat er nicht. Verständlich, denn in seinem Pfarrverband Lammertal sind ihm 8500 Katholiken anvertraut. Dazu sagt er: „Besonders freut mich die bäuerliche Struktur, hier haben wir allein in Abtenau noch rund 200 Bauern, die im Nebenerwerb und mit Almbetrieb ihr Einkommen sichern. Auch bei meinem Unterricht in der Volks- und Hauptschule für die erste bis siebte Klasse spüre ich die geerdete Verbundenheit der Leute und deren Bereitschaft, zu einem guten Gemeinschaftsleben beizutragen“.

Steindlmüller ist als Pfarrer im Benediktinerkloster St. Peter inkorporiert und kann seinen Dienst mit Sitz in Abtenau erfüllen, weil es in Österreich keine Säkularisation gab. Er hat mit der Kirche „St. Blasius“ ein schönes, aber auch großes Gotteshaus. Bis zu 700 Leute finden Platz in der Kirche mit großer Empore.

Ein aktiver Kirchenchor fehlt

Was ihm derzeit fehlt, ist ein aktiver Kirchenchor, dazu sagt er: „Freuen können wir uns über mehrere und gute Gesangsgruppen. Ein Kirchchor, wie es ihn schon gab, würde uns jedoch noch guttun. Gut ist es auch, dass wir eine starke Musikkapelle mit zahlreichem Nachwuchs haben. Das gefällt bei Gottesdiensten in der Kirche, aber auch bei Veranstaltungen auf der Freibühne, die direkt neben der Kirche aufgebaut ist und bei der es vielerlei Begegnungen und Gespräche mit den ‚Schäflein‘ gibt.“

Pater Virgil, der je nach Anlass mit dem Mönchsgewand oder auch mit seiner österreichischen Lederhose unterwegs ist, hält viel von den persönlichen und vertraulichen Gesprächen. Dazu erklärt er: „Das habe ich in Prien von Pfarrer Josef Preis und Pfarrer i. R. Wilhelm Wirsam gelernt, das sind meine priesterlichen Vorbilder.“

Anfänge stets im Gedächtnis

In diesem Sinne erinnert er sich gerne an seine Kindheit, Jugend und priesterliche Anfangsphase. Chiemgauerisch traditionell geprägt hat ihn der Trachtenverein „Almenrausch“ Hittenkirchen, dort war er wie sein Bruder Seppi junger Plattler und sein Vater Kaspar Steindlmüller war stellvertretender Vorsitzender.

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Der Jugend folgten letztlich ein Priesterseminar in München und der Eintritt ins Salzburger Kloster St. Peter. 2011 erhielt er dort seine Priesterweihe, zwei Wochen später die Primiz in St. Salvator. 2013 wurde er im Kloster St. Peter in Salzburg zum Prior ernannt, ehe ihm letztlich der Pfarrverband Lammertal anvertraut wurde.

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