Menschen retten und Brände löschen

Traunstein – Ein Verkehrsunfall, ein Wohnungsbrand, eine Drehleiterrettung oder ein Betriebsunfall auf der Baustelle.

Zu jeder Tages- und Nachtzeit kann man unvermittelt in Not geraten. Im gesamten Freistaat sind dann die Feuerwehren innerhalb von zehn Minuten vor Ort und leisten Hilfe.

Im Landkreis Traunstein mit etwa 180 000 Einwohnern gibt es keine Berufsfeuerwehr. Selbst in den Städten Traunstein, Traunreut, Trostberg und Tittmoning wird der gesamte Aufgabenbereich „Feuerwehr“ von freiwilligen Helfern gestemmt, die rund um die Uhr alles stehen und liegen lassen, wenn jemand Hilfe braucht.

Bei den Kommunen zählt es zu den gesetzlichen Pflichtaufgaben, Feuerwehren aufzustellen und zu unterhalten, die für den abwehrenden Brandschutz und die Technische Hilfeleistung innerhalb der Gemeinde Sorge tragen. Es gibt 80 Feuerwehren im Landkreis, davon 76 kommunale Feuerwehren mit rund 4500 Aktiven, die allesamt als „Freiwillige Feuerwehr“ organisiert sind.

Dazu kommen jeweils zwei Werk- und zwei Betriebsfeuerwehren. Die BSH Traunreut oder der Chemiepark Trostberg verfügen über eine Werkfeuerwehr. Bei der Alzmetall in Altenmarkt oder am Werk Schalchen stehen Betriebsfeuerwehren bereit. Diese Varianten bilden in größeren Betrieben mit entsprechendem Gefahrenpotenzial die erste Säule der Technischen Hilfeleistung und bei Brandbekämpfung sowie Sicherheitswachen innerhalb der Firma. Im Bedarfsfall werden sie von kommunalen Feuerwehren unterstützt.

Der Landkreis hat den örtlichen Feuerwehren mit überörtlich erforderlichen Fahrzeugen, Geräten und Einrichtungen behilflich zu sein, zum Beispiel mit Zuschüssen zu Drehleiter- und Rüstfahrzeugen oder bei der Beschaffung der Gerätewägen für „Atem- und Strahlenschutz“ sowie des Einsatzleitfahrzeugs der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL). Der Landkreis unterhält außerdem die beiden Atemschutzübungsstrecken in Traunstein und Trostberg und beteiligt sich an der Beschaffung von Ausrüstung. In der Region gibt es keine Pflichtfeuerwehren. Der Freistaat kann sich glücklich schätzen, dass sich derzeit flächendeckend genügend Menschen für den Dienst am Nächsten zur Verfügung stellen.

Berufsfeuerwehren finden sich in München, Ingolstadt, Augsburg, Regensburg, Nürnberg, Fürth und Würzburg – alle anderen sind freiwillige Feuerwehren. hob

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