Mehrere Masten notwendig: Schleching will Mobilfunk ausbauen

Ein Sendemast allein genügt nicht: Für eine flächendeckende Netzabdeckung sind mehrere Anlagen nötig.
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Ein Sendemast allein genügt nicht: Für eine flächendeckende Netzabdeckung sind mehrere Anlagen nötig.

Um Qualität und Datenfluss zu verbessern, müssen weitere Masten aufgestellt werden. Die Verwaltung hält die Grundversorgung noch nicht für ausreichend. Jetzt will die Gemeinde ein Mobilfunkgutachten ausschreiben, um geeignete Standorte für weitere Anlagen zu finden .

Von Sybilla Wunderlich

Schleching – Die Angelegenheit „Ausbau des Mobilfunknetzes“ war schon auf vielen Gemeinderatssitzungen Thema, das letzte Mal im November. Die beiden neuen Gemeinderäte der SPD, Michael Eisenberger und Felix Laubhuber, hatten einen Antrag für die Gemeinderatssitzung abgegeben, das Thema erneut auf die Tagesordnung zu setzen.

Möglichkeiten der Gemeinde beschränkt

Auf der Sitzung im November wurde einstimmig beschlossen, nicht an der Telekom-Aktion „wir jagen Funklöcher“ teilzunehmen. Die Verwaltung wurde beauftragt, mit allen größeren Netzbetreibern in Kontakt zu treten, um den Ausbau und die Nutzung des BOS-Funk-Mastes zu eruieren.

Die Möglichkeiten der Gemeinde zur Mitwirkung sind hierbei beschränkt, da die Zuständigkeit beim Landeskriminalamt liegt. Die Gemeinde trat vermittelnd auf und nun hat die Telekom bauliche Veränderungen am Mast vorgenommen, sodass eine Sendestation errichtet wurde. Die Inbetriebnahme sollte letzte Woche erfolgen, die Anlage stellt GSM 900 (Global System for Mobile Communication), LTE 800 und 900 (Long Term Evolution) zur Verfügung. Für die Netze von Telefonica (altes E Plus) und O2 sollten ebenfalls bauliche Maßnahmen am Mast vorgenommen werden, um eine Verbesserung des Netzes zu erreichen. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde das auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Netzabdeckung durch Vodafone ist im Gemeindegebiet wohl ausbaufähig, aber noch akzeptabel. Um eine flächendeckende Netzabdeckung zu erreichen, sind mehrere Masten notwendig, was an der Lage des Gemeindegebietes liegt. Die Verwaltung ist der Meinung, dass der notwendige Ausbau zur Abdeckung der Grundversorgung in der Mobilfunknutzung bis jetzt noch nicht adäquat gelöst ist.

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Insbesondere auch unter dem Aspekt der verstärkten Arbeit im Homeoffice mit der notwendigen Erreichbarkeit und Datennutzung, bestehe noch ein hoher Aufholbedarf. Ein weiterer Schritt soll die Erstellung eines Mobilfunkgutachtens für das Gemeindegebiet sein. Hierfür wurde ein Betrag von 5 000 Euro im Haushalt eingeplant. Es soll eine verwertbare Unterlage für die möglichen Standorte weiterer Masten erstellt werden als Entscheidungsgrundlage für die Zukunft.

Gutachten wird ausgeschrieben

Bei der anschließenden Diskussion, bei der sich der Gemeinderat einig war, dass ein Mobilfunkgutachten zur Ausschreibung kommen soll. Andi Hell stellte den Antrag, dass der Betrag hierfür auf 10 000 Euro erhöht werden soll, dem schlossen sich alle Räte an. Martina Hammerl-Tiefenböck plädierte für eine Informationsveranstaltung für alle Bürger, wenn Daten vorliegen, Claus Rathje mahnte schnelles Handeln an, was Bürgermeister Loferer und Kämmerer Thomas Holzner versprachen.

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