Mehrere hundert Jahre Vereinstreue ausgezeichnet

Die Geehrten des Gartenbauvereins Prien: Einige von ihnen sind seit über 60 Jahren engagiert und wurden nun dafür ausgezeichnet. Berger
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Die Geehrten des Gartenbauvereins Prien: Einige von ihnen sind seit über 60 Jahren engagiert und wurden nun dafür ausgezeichnet. Berger

Prien – Ehrungen standen im Mittelpunkt beim Obst- und Gartenbauverein vor den Corona-Schutzmaßnahmen.

Vorsitzender Felix Perl begrüßte die zahlreichen Anwesenden zur Jahresversammlung des Gartenbauvereins und gab das Wort an Schriftführerin Walburg Wlach zum Jahresbericht. 415 Mitglieder zählt der Verein aktuell. „Nur einer weniger als der Priener Trachtenverein“, so Wlach stolz. „Wir würden uns sehr über Nachwuchs freuen“, meinte sie angesichts des relativ hohen Altersdurchschnitts der Mitglieder.

Ihr Rückblick spannte den Bogen von der letztjährigen Versammlung über verschiedene Aktivitäten wie Weidenflechtkurs, Mostprämierung, Maiandacht in St. Salvator, Beteiligung am Ferienprogramm und Herbstmarkt „Tag des heimischen Obsts“. Ein besonderer Höhepunkt war neben dem Tagesausflug nach Straubing und dem Vereinsausflug in den Bregenzer Wald die Ortsteilbegehung in Hochstätt bei Rimsting. Beim Rundgang bewunderten etwa 100 Teilnehmer die Blumen- und Gemüsepracht der Hochstätter Bauernhäuser. Baumwart Christian Steinbichler gab wertvolle Tipps zu Obst- und Spalierbäumen und Johann Nußbaum ließ die Biografie des irischen Schutzpatrons der St. Koloman-Kapelle und die Entstehungsgeschichte des kleinen Hochstätter Kirchleins lebendig werden.

Das anschließende Hoffest auf dem Mojerhof der Familie Stöffl bei traumhaftem Sommerwetter und einem fantastischem Ausblick auf die Schafwaschener Bucht rundete die Ortsteilbegehung ab. Mit dem Spruch „Ein schöner Garten wischt den Staub des Alltags von der Seele“ wünschte Wlach ein schönes Gartenjahr 2020. Der Vorstand ehrte langjährige Mitglieder für 25, 40, 50, 60 und sogar 66 Jahre Treue zum Gartenbauverein und überreichte ein Körbchen mit Frühlingsblühern.

Peter Gasteiger ist Gärtner in der Klostergärtnerei Gars. „Ich bin kein typischer bayrischer Mann, denn ich rede viel“, eröffnete er seinen Vortrag „Traumrosen und ihre stilvollen Begleiter“. Er referierte unterhaltsam über die Königin der Blumen. „Genauso wollen sie auch behandelt werden. Sie brauchen einen königlichen Platz mit guter Belüftung, ausgewogenen Dünger und einen Hofstaat“, so Gasteiger. Dabei warnte er vor zu viel Stickstoff. „Das macht das Gewebe weich und fördert damit den Schädlings- und Pilzbefall“, erklärte er.

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