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Pilotprojekt am Klinikum Traunstein

Mehr Unterstützung für Pflegefachkräfte – wie Exoskelett-Technologie dabei hilft

Exoskelette und psychosoziale Maßnahmen – das von und mit Pflegekräften am Klinikum Traunstein entwickelte Pilotprojekt hat zur Aufgabe, die körperlichen und mentalen Belastungen im Pflegebereich zu verringern. Gefördert wird es mit 363000 Euro von der Eva Mayr-Stihl Stiftung, deren Vorstandsvorsitzender Robert Mayr (3. von links) vor über 80 Jahren im Klinikum auf die Welt kam. Zu sehen sind (von links): Dr. Uwe Gretscher (Vorstandsvorsitzender der Kliniken Südostbayern), Christine Zeindl (Bereichsleitung Intensivpflege, Klinikum Traunstein), Robert Mayr, Gertrud Wyhs (Pflegeleitung) und Gisela Otrzonsek (Fachkraft Psychosoziale Unterstützung, beide Klinikum Traunstein) und Landrat Siegfried Walch.
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Exoskelette und psychosoziale Maßnahmen – das von und mit Pflegekräften am Klinikum Traunstein entwickelte Pilotprojekt hat zur Aufgabe, die körperlichen und mentalen Belastungen im Pflegebereich zu verringern. Gefördert wird es mit 363000 Euro von der Eva Mayr-Stihl Stiftung, deren Vorstandsvorsitzender Robert Mayr (3. von links) vor über 80 Jahren im Klinikum auf die Welt kam. Zu sehen sind (von links): Dr. Uwe Gretscher (Vorstandsvorsitzender der Kliniken Südostbayern), Christine Zeindl (Bereichsleitung Intensivpflege, Klinikum Traunstein), Robert Mayr, Gertrud Wyhs (Pflegeleitung) und Gisela Otrzonsek (Fachkraft Psychosoziale Unterstützung, beide Klinikum Traunstein) und Landrat Siegfried Walch.

Ihre Aufgaben sind komplex, doch die Bedingungen nicht immer optimal - die wichtige Arbeit von Pflegefachkräften am Klinikum Traunstein soll deshalb durch ein optimiertes Arbeits- und Ausbildungsumfeld gestützt werden. Das Pilotprojekt dazu läuft dieses Jahr an.

Traunstein – Am Klinikum Traunstein startet noch dieses Jahr ein Pilotprojekt, das von und mit Pflegekräften entwickelt wurde. Dabei soll der Bereich Pflege mit seinem immer komplexer werdenden Aufgabenspektrum gefördert sowie die Aus- und Fortbildung gestärkt werden. Gefördert wird das Pilotprojekt von der Eva Mayr-Stihl Stiftung aus Baden-Württemberg mit 363 000 Euro.

Bereich Pflege soll effektiver und attraktiver werdent

Das Pilotprojekt umfasst die innovative Nutzung von Technik zur körperlichen Entlastung sowie den Einsatz speziell geschulter Fachkräfte zur Verringerung der psychosozialen Belastungen im Intensivpflege-Bereich.

„Den Kliniken Südostbayern ist es schon seit Jahren ein Anliegen, das Arbeitsumfeld im Bereich Pflege effektiver und vor allem auch attraktiver zu gestalten. Mit der Digitalisierung unserer Patientenakten konnten wir schon einige Vereinfachungen im Alltag unserer Pflegekräfte erreichen. Wir sind dankbar, dass wir am Klinikum Traunstein den nächsten Entwicklungsschritt auf den Weg bringen können“, erklärt Dr. Uwe Gretscher, Vorstandsvorsitzender der Klinken Südostbayern.

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Exoskelette erhöhen die menschliche Kraft

Einer der Schwerpunkte ist die ergonomische, kraft- und zeitsparende Gestaltung von Arbeitsabläufen. Neben besonders ergonomischen Therapie-Intensivbetten kommen unter anderem auch sogenannte Exoskelette zum Einsatz. Diese Geräte werden wie Westen angezogen und verstärken die menschliche Muskelkraft um ein Vielfaches. Sie werden bereits in vielen Branchen genutzt, wo Hebetätigkeiten geleistet werden müssen. Bisher haben nur sehr wenige Kliniken die Verwendung im Bereich der Pflege für sich entdeckt. Mit den Exoskeletten kann der Patient mit minimalem Krafteinsatz in seinem Bett umgelagert oder auch das erste gemeinsame Aufstehen in der Remobilisationsphase geübt werden – für die Pflegekraft deutlich rückenschonender.

Mentale Unterstützung hilf Patienten, Angehörigen und auch den Pflegekräften

Weiterhin ist die Entlastung in psychosozialen Themen im sensiblen Intensivpflege- Bereich ein wichtiger Eckpfeiler. „Besonders auf den Intensivstationen befinden sich Patienten und ihre Angehörigen in einer oft schwerwiegenden Ausnahmesituation und brauchen dann auch intensive mentale Unterstützung. Als speziell psychologisch geschulte Fachkraft kann man hier vieles bewirken, die Situation für alle Beteiligten erheblich entspannen und den Intensivpflegekräften mit Zeitersparnissen unter die Arme greifen“, so Gisela Otrzonsek, Psychoonkologin am Klinikum Traunstein. Mit der Maßnahme kann den Patienten ein erweitertes Spektrum an Beratung und Betreuung angeboten werden, die auch den Pflegefachkräften für eigene Anliegen in Krisensituationen zur Verfügung steht.

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Auch die Ausbildungsmöglichkeiten sollen optimiert werden

Die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften wird mit speziellen Trainingsangeboten gefördert. So werden in der Pflegefachschule drei neue moderne Simulationspuppen beschafft. Weiterhin werden Angebote bereitgestellt, welche die Eingliederung von Wiedereinsteigern und das Onboarding von Fachkräften aus dem Ausland unterstützen. Dazu zählen Sprachtraining und Auffrischungskurse zum Beispiel im Umgang mit digitalem Equipment.

Langjähriges Engagement der Eva Mayr-Stihl Stiftung

Die Eva Mayr-Stihl Stiftung engagiert sich seit einigen Jahren am Klinikum Traunstein. Im letzten Jahr konnte das mobile ECMO-Notfallteam mit zwei zusätzlichen mobilen Herz-Lungen-Maschinen und einem eigenen Einsatzfahrzeug gestärkt werden. Auf dem Höhepunkt der Pandemie 2019 stiftete sie ein Covid-19-Schnelllabor. In den Vorjahren hatten Digitalisierungsprojekte im Mittelpunkt der Förderung gestanden. „Qualifiziertes Pflegepersonal ist für unsere Region und die Bürger von enormer Bedeutung. In der Gesundheitsversorgung das Beste für die Menschen zu leisten ist eine unserer wichtigsten Aufgaben. Ein herzliches Vergelts‘ Gott an die Eva Mayr-Stihl Stiftung und deren Unterstützung“, so Landrat Siegfried Walch.

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Persönlicher Bezug zu Traunstein

Robert Mayr, einer der Stifter der Eva Mayr-Stihl Stiftung, hat einen besonderen Bezug zur Region: „Die Region und das Klinikum Traunstein liegen mir besonders am Herzen, denn ich wurde dort vor über 80 Jahren geboren. Da es aus meiner Sicht eine gesellschaftliche Priorität ist, etwas für den Beruf der Pflegefachkraft zu tun, habe ich das dieses Jahr in den Fokus unserer Arbeit gerückt.“

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