2 Jahre Wartezeit

Mehr Technik, mehr Möglichkeiten: Neues Einsatzfahrzeug für die Feuerwehr Staudach-Egerndach

Bürgermeisterin Martina Gaukler wünschten den Kameraden Glück und viel Freude mit dem neuen Fahrzeug. Kommandant Michael Sturm ist begeistert von dem Fahrzeug.
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Bürgermeisterin Martina Gaukler wünschten den Kameraden Glück und viel Freude mit dem neuen Fahrzeug. Kommandant Michael Sturm ist begeistert von dem Fahrzeug.
  • vonTamara Eder
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Nach 32 Jahren hat das Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Staudach-Egerndach nun ausgedient. Ersetzt wird das „LF8“ durch einen „LF20 Kat“.

Staudach-Egerndach – Nach über zwei Jahre des Wartens konnte das neue Fahrzeug nun am Feuerwehrhaus in Empfang genommen werden. Neben dem neu gekauften Fahrzeug waren viele glückliche Gesichter zu sehen. Das alte LF 8 hat gute Diese geleistet. Doch nun hat es nach 32 Jahren ausgedient. Obwohl gerade einmal 20 000 Kilometer auf dem Tacho, werden Reparaturen immer komplizierter, da keine Ersatzteile mehr zu erhalten sind.

Neues LF20 wurde in Linz umgerüstet

Drei aktive Feuerwehrmänner, darunter Kommandant Michael Sturm, konnten das neue Fahrzeug in Linz überprüfen und nachsehen, ob alle Einbauten vorgenommen wurden. Vorab wurden Einsatzgeräte, die im alten LF 8 enthalten waren, ins Werk geschickt und dann verbaut. Nach der Überprüfung erhielten die Feuerwehrkameraden noch eine spezielle Einführung.

Kameraden müssen für das neue Fahrzeug geschult werden

Das hochtechnisierte Fahrzeug ist in der Bedienung nicht ganz einfach zu handhaben und so wird es auch in den nächsten Tagen für die anderen Kameraden noch spezielle Übungen geben, bevor das neue Fahrzeug dann auch in den Einsatz geschickt wird. Bürgermeisterin Martina Gaukler wartete ebenfalls am Feuerwehrhaus auf das Ankommen des neuen Löschfahrzeugs. Eskortiert wurde dieses auf die letzten Kilometer von den anderen Einsatzfahrzeugen.

Das Multitalent hat 290 PS

Das neue MAN Fahrzeug mit Rosenbauer Aufbau verfügt über 290 PS und Allrad. Es ist ein Multitalent und kann sowohl bei Bränden, im Katastrophenfall, bei Hochwasser aber auch bei Verkehrsunfällen eingesetzt werden. Eine komplette Mannschaft mit neun Aktiven inklusive Fahrer findet Platz.

30 Meter Schlauch ersetzen Rohrleitung

Besonders von Vorteil ist, dass dieses Fahrzeug nun einen Wassertank mit 1600 Litern sowie 30 Meter Schlauch besitzt und so der schnelle Einsatz ohne lange Rohrleitungen verlegen zu müssen, möglich wird. Durch die intelligente Technik kann sowohl mit Wasser als auch mit Schaum gelöst werden. Dies ist alles computergestützt.

Das Licht kann mit Teleskop in alle Richtungen gefahren werden

In der Mannschaftskabine können sich die Atemschutzträger anziehen und für den Einsatz vorbereiten. Auch das spart erheblich Zeit. Eine sehr gute Ausleuchtung des Einsatzbereichs wird durch das Licht, das mittels eines Teleskops nach oben und in alle Richtungen gefahren werden kann, gewährleistet.

Für den Einsatz an Unfallorten vorbereitet

Mit 16 Tonnen ist das Fahrzeug nur mit einem Lastwagen-Führerschein zu fahren. Doch auch diesbezüglich ist die Wehr bestens ausgestattet. Michael Sturm führte vor, wie schnell an die jeweiligen Instrumente und Geräte in dem aufgeräumten, durchdachten Fahrzeug zu gelangen ist. Die rechte Seite des Fahrzeugs ist für den Einsatz an Unfallorten vorbereitet. Selbst ein kleines Waschbecken ist vorhanden. Kommunizieren ist von der Fahrerkabine bis zum hinteren Bereich des Fahrzeugs über Funk möglich.

Gemeinde investiert über 400 000 Euro

Mit großem Interesse inspizierte ein Teil der Kameraden das Fahrzeug. Wie die Bürgermeisterin informierte, kostet das Fahrzeug rund 412 000 Euro, eine Investition, die gut angelegt sei. Eine gut ausgestattete Feuerwehr sei für die Gemeinde wichtig. Bei vielen Einsätzen, gerade auch bei den Hochwassereinsätzen, zeigte sich die Notwendigkeit dieser schnellen Einsatztruppe.

Feuerwehrkameraden gestalten Aufschrift

„Ich wünsche Euch gutes Gelingen bei der Bewältigung der Wahnsinnsaufgaben. Ich wünsche Euch viele freudige Betriebsstunden mit dem neuen Fahrzeug und wenig dramatische Einsätze“, sagte sie. Besonders gelungen ist auch die Aufschrift, natürlich von den Kameraden selbst entworfen. Nicht nur der Name der Wehr ziert das Fahrzeug, sondern auch die Bergsilhouette des Hochgern.

Einsatz im Film

In den nächsten Wochen wird das alte Löschfahrzeug „LF 8“ bei der Staudach-Egerndacher Feuerwehr noch im Einsatz bleiben. Dann aber heißt es Abschied nehmen. Wie berichtet, habe sich bereits eine Filmproduktionsfirma für das Fahrzeug interessiert. So kann es sein, dass irgendwann das alte Staudach-Egerndacher Feuerwehrfahrzeug auf der Kinoleinwand zu neuen Ehren kommt. Danach wird es bei einer Zollauktion versteigert.

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