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INTELLIGENTE STRAßENBELEUCHTUNG

Mehr Effizienz selbst in der Nacht: Rimsting rüstet Leuchten um

Eine herkömmliche Leuchte an der Kreuzung Hochfelln-/Hochgernstraße.
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Eine herkömmliche Leuchte an der Kreuzung Hochfelln-/Hochgernstraße.
  • Elisabeth Sennhenn
    VonElisabeth Sennhenn
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Der Gemeinderat hat für Rimsting eine neue und nachhaltigere Beleuchtung beschlossen – und will das ganze System umstellen, statt wieursprünglich angedacht, nur ausgewählte Bereiche. Das stößt bei manchen Gemeinderäten noch auf Skepsis, letztlich tragen jedoch alle die Entscheidung mit.

Rimsting – Im März hatten die Rimstinger Grünen bei der Gemeinde beantragt, die Beleuchtung im Gemeindegebiet auf intelligente Steuerung umzurüsten. Monika und Stephan Walter sowie Nina Weinland führten neben der Energieeffizienz den Klima- und Tierschutz als Vorteile intelligenter Beleuchtung ins Feld – Stichwort Lichtverschmutzung.

72 Prozent Energie würden eingespart

Im Gemeinderat stieß der Vorschlag auf breites Interesse, aber auch auf Vorbehalte: Was, wenn nachts die Dimmung zu stark ausfällt? Könnte sich jemand durch geringere Beleuchtung ängstigen oder unsicher fühlen? Wie wirkt sich das neue Konzept auf den Verkehr aus? Einig war man sich damals, weiter am Thema dran zu bleiben und weitere Erkundigungen einzuholen hinsichtlich Kosten, Nutzen, und Modellen.

Inzwischen ist man einige Schritte weiter und das Thema intelligente Leuchten konkreter.

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In engem Kontakt mit dem Stromanbieter Bayernwerk sei die Idee aufgekommen, so Bürgermeister Andreas Fenzl (CSU), die Straßenbeleuchtung komplett auf LED umzurüsten, statt wie im März angedacht, nur die Schalteinheiten ausgewählter Leuchten auszutauschen. Laut Andreas Fenzl verbrauche die komplette Straßenbeleuchtung aktuell 80 911 Kilowattstunden (kWh) im Jahr; mit der Umrüstung auf LED würde man 58 034 kWh oder 72 Prozent Energie im gleichen Zeitraum einsparen. Bei einer Umrüstung würden alle herkömmlichen Leuchten erneuert.

Eine der neuen LED-Laternen im Neubaugebiet im Hochstaufenweg.

Kosten: Rund 100.000 Euro

Im Vorfeld der jüngsten Sitzung hatte sich der Gemeinderat Tipps vom Regionalberater der Bayernwerk AG geholt. Man erinnerte an das Ziel der Grünen, Lichtverschmutzung zu reduzieren, Insekten zu schützen und den Stromverbrauch zu verringern. Man sei sich einig im Gremium, dass die Straßenbeleuchtung umgestellt werden soll, nun müssten die Grundlagen festgelegt werden. Im Raum stand nach Nachfragen aus dem Gremium die Frage, ob man nur die Leuchtmittel oder den kompletten Leuchtenkopf auswechselt.

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Einige Gemeinderäte hatten moniert, der Austausch noch funktionierender Leuchten zugunsten von LED sei nicht ökologisch. Andreas Fenzl erklärte, dass der komplette Austausch bedeute, dass alle Leuchten zeitgleich auf dem neuesten Stand der Technik seien für eine möglichst große Energieeinsparung, „außerdem bekommen wir nur dann den vollen Zuschuss.“ Die Mehrkosten dadurch beliefen sich auf 5000 Euro. Die Bayernwerk AG rechne mit Kosten von 100.000 Euro, wobei 30 Prozent gefördert werden.

Brigitte Feichtner (UWG) interessierte, wie sich diese Kosten im Haushalt zeigten. Laut Fenzl seien diese noch nicht berücksichtigt, man müsse sich mit dem Kämmerer besprechen und die Ausgabe in den nächsten Haushalt einbeziehen.

Auch Sonderformen berücksichtigt

Raimund Feichtner (UWG) wollte wissen, wie dunkel es nach der Umstellung eigentlich sei. Laut Fenzl würde man bei der Mindestbeleuchtung von 15 Prozent „zumindest noch Umrisse“ sehen können.

Einstimmig einigte sich das Gremium darauf, die Straßenbeleuchtung wie folgt umzustellen: Die kompletten Leuchtköpfe werden auf LED umgestellt und in der Zeit von 22 bis 5 Uhr gedimmt, und zwar auf 50 Prozent Leuchtkraft an den Hauptstraßen und eventuell an Sonderbereichen sowie auf 40 Prozent in allen übrigen Bereichen. Die Lichtfarbe wird 4000 Kelvin betragen und die Sonder-Leuchtköpfe in der Laternenform („London“) sollen entsprechend gestaltet werden.

Die Verwaltung holt ein entsprechendes Angebot bei der Bayernwerk AG ein und veranlasst den Zuschussantrag.

Mary Fischer (FW) bat abschließend darum, auf ausreichende Beleuchtung der Kirchentreppe in Greimharting zu achten.

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