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Forst-Azubis auf Exkursion

Mehr als nur Bäume fällen – Einblicke in den Beruf des Waldfacharbeiters in Inzell

Bei der Holzverarbeitung ist Vorsicht geboten. In geeignetem Abstand verfolgten die Azubis des Forstlichen Bildungszentrums das Holzhäckseln mit schwerem Gerät.
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Bei der Holzverarbeitung ist Vorsicht geboten. In geeignetem Abstand verfolgten die Azubis des Forstlichen Bildungszentrums das Holzhäckseln mit schwerem Gerät.

Holz ernten und verarbeiten: Eine Exkursion führte angehende Waldfacharbeiter des forstlichen Bildungszentrums Ruhpolding zum Verarbeitungsbetrieb Leitner in Inzell.

Von: Helmuth Wegscheider

Inzell – Das forstliche Bildungszentrum in der Laubau (FBZ Ruhpolding) wurde bereits 1938 als Waldarbeitsschule gegründet: Hier werden jedes Jahr Waldfacharbeiter ausgebildet. Das Kerngeschäft ist dabei die Aus- und Fortbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten.

Für die Azubis gab es jetzt eine Exkursion zum Lohnunternehmen Leitner nach Inzell, um sich vor Ort ein genaues Bild zu machen, wie Holz geerntet und verarbeitet wird.

Holz bestmöglichst zu verarbeiten

Die Auszubildenden am Forstlichen Bildungszentrum Laubau durchlaufen eine breitgefächerte Ausbildung im Umgang mit Holz. Dazu gehört die Holzernte in Steillagen inklusive Einsatz von Seilkrananlagen oder Helikoptern, Anwendung von Akkugeräten im Forst und Verarbeitung von Holz (Häckseln) sind hier einige wichtige Aufgaben, die erlernt werden müssen.

Zudem muss in Bezug auf die derzeit herrschende Energiekrise das Produkt Holz bestmöglich verarbeitet werden.

Weiterbildungskurs an vier Tagen

Arbeitslehrer Markus Ruf hatte den Kontakt hergestellt und an vier Tagen wurde der Weiterbildungskurs durchgeführt. Tobias Stückl, Lehrmeister am FBZ Laubau, ging bei einer kurzen Vorstellung auf den Werdegang von Betriebsinhaber Gerhard Leitner und dessen Frau Angela (Bürokraft und Vermarktung von Holz) ein und alle machten sich anschließend auf in die Nähe der Moaralm in Inzell. Dort gab es eine Lkw-Hacker-Vorführung im Wald und dabei wurden den Auszubildenden, darunter auch eine weibliche angehende Forstwirtin, die Unterschiede der Hackschnitzel, deren Trocknung und die Lieferungen an Heizwerke und Privatkunden vermittelt.

Bei der Arbeit sind funktionierende Werkzeuge die Grundlage für ein gutes Gelingen, doch es kann auch Unvorhergesehenes passieren – und das geschah vor Ort im Wald. Ein großes Holzteil verkeilte sich im Hacker und so musste eine Lösung gefunden werden. Die Azubis unterstützten Gerhard Leitner sogleich und dadurch konnte das Problem zeitnah behoben werden.

Fuhrpark unter die Lupe genommen

Weiter ging es mit dem Befüllen des Hackschnitzelcontainers. Einige Azubis waren sehr interessiert und wollten in die Kabine des Lkw-Hackers, um das Häckseln von der Kabine aus zu beobachten. Bei größeren Stämmen kommt vorab noch die Spaltzange zum Einsatz.

Am Hofgelände des Lohnunternehmens wurde der gesamte Fuhrpark unter die Lupe genommen und ausgiebig erklärt. Rückewagen, Bagger, Lkw-Hacker, die Kombi-Presse und vieles mehr. Auch das Hackschnitzellager wurde begutachtet.

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Gerhard Leitner erklärte, wie die Hackschnitzeltrocknung funktioniert. „Es gibt viele Anfragen fürs Trocknen von Hackschnitzel und Brennholz und hier sind wir gut aufgestellt. Auch frisch geschlagenes Brennholz kann innerhalb von drei Tagen getrocknet werden, damit es auslieferungsbereit ist“, so Leitner.

Einige Azubis hatten einige Vorkenntnisse

Einige der Azubis hatten schon einige Vorkenntnisse, da sie entweder zu Hause einen Hof haben oder nebenbei noch bei einem Forst- oder landwirtschaftlichen Unternehmen tätig sind.

Bei der genauen Erklärung des Lkw-Hackers ging Gerhard Leitner auch auf die Hackermesser und Hackersiebe ein, denn es sei ein Unterschied, ob die Holzteile für private Personen oder Heizwerke geliefert werden.

Nach Ende der mehrtägigen Ausbildung gab es eine zünftige Brotzeit, bei der noch vieles besprochen wurde und wichtige Fragen beantwortet werden konnten.

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