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Leiter lobt Verhalten der Häftlinge

Massiver Corona-Ausbruch in der JVA Bernau – Einschränkungen durch anstaltsinternen Lockdown

Die JVA Bernau kämpft mit Corona.
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Die JVA Bernau kämpft mit Corona.
  • Tanja Weichold
    VonTanja Weichold
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Auch die Justizvollzugsanstalt (JVA) Bernau sieht sich mit massiven Coronafällen bei Mitarbeitern und Gefangenen konfrontiert. Dies teilt der Leitende Regierungsdirektor Jürgen Burghardt mit. Ein anstaltsinterner Lockdown sei unumgänglich. Die Folge sind deutliche Einschränkungen.

Bernau – Burghardt spricht von einer „seit einigen Wochen äußerst dynamischen“ Entwicklung. Sowohl Mitarbeiter als auch Gefangene haben sich mit Corona infiziert. Und das „trotz der weiterhin konsequent durchgeführten Zugangstrennung neu inhaftierter Gefangener und der Einhaltung vielfältiger Hygienevorgaben“.

Das Landratsamt Rosenheim bestätigte gestern auf Nachfrage unserer Zeitung, dass 38 positive PCR-Tests vorlägen, davon 26 Gefangene und zwölf Mitarbeiter. Weiter 18 positive Schnell-Tests, davon 16 Gefangene und zwei Mitarbeiter. „Zu schweren Verläufen ist es bisher nicht gekommen, in vielen Fällen fehlen Symptome gänzlich“, berichtet JVA-Leiter Burghardt.

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Der neuerliche anstaltsinterne Lockdown bringe für die inhaftierten Männer ganz erhebliche Einschnitte mit sich. „Mit Ausnahme der Versorgungsbetriebe findet kein Arbeitseinsatz statt, die Besuche der Gefangenen sind weitgehend ausgesetzt, Gemeinschaftsveranstaltungen finden nicht mehr statt, der Aufenthalt im Freien wird in kleineren Gruppen durchgeführt und die Bewegung der Gefangenen in den Unterkunftsgebäuden ist erheblich reduziert“, sosagte Burghardt. Infizierte Personen beziehungsweise Kontaktpersonen unter den Gefangenen würden von den übrigen Inhaftierten getrennt.

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In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt Rosenheim wurde nach Angaben des Landratsamtssprechers bei der Regierung von Oberbayern eine mobile Teststrecke organisiert, durch die heute alle Gefangenen PCR-getestet werden können. Die positiv getesteten Bediensteten seien vom Dienst freigestellt. „Alle Bediensteten wurden seit Samstag angewiesen, sich arbeitstäglich selbst zu testen“, teilte Fischer mit.

Burghardt: „Das Verhalten der Gefangenen kann ich im Hinblick auf diese Maßnahmen derzeit nur als vorbildlich beschreiben. Gleiches gilt für die Einsatzbereitschaft der Bediensteten.“ Das Impfzentrum Rosenheim bietet neben den nun auch seit Kurzem zur Impfung berechtigten Anstaltsärzten weiterhin Impfaktionen in der Anstalt für Gefangene an. Die Impfquote variiert bei den Gefangenen aufgrund der Entlassungen und Neuaufnahmen dabei ständig. Ende Oktober waren rund 47 Prozent der Inhaftierten vollständig sowie weitere zehn Prozent einmal geimpft. Bei den Bediensteten liegt die Quote bei knapp 80 Prozent.

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