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«Maßhalten statt Gier»

Übersee - «In einer Welt, wo nur noch das Kapital regiert, geht der Mensch unter». Diese Worte von Erzbischof Dr.Reinhard Marx zogen sich wie ein roter Faden durch den Vortrag «Maßhalten statt Gier» von Manfred Wilkens, Geschäftsführer der Katholischen Landvolkbewegung Bayern (KLB) in der gut besuchten Jahresversammlung der KLB-Ortsgruppe Achental im Pfarrsaal von Übersee.

Bei der Abwicklung der Regularien der inzwischen fünf Jahre alten und 27 Mitglieder starken Ortsgruppe blickte Vorstand Konrad Nagele zunächst auf ein ereignisreiches Jahr 2008 zurück. Für heuer steht laut Nagele am 12. Februar ein Diskussionsabend in Altenmarkt zum Thema «Dem Glauben Zukunft schenken» auf dem Programm, ferner am 16. Februar eine Großveranstaltung in der Rosenheimer Inntalhalle mit Vandana Shiva, Trägerin des Alternativen Nobelpreises, zum Thema «Zerstört die Agro-Gentechnik unsere Zukunft?», am 12. März die «Achentaler Gespräche» in Grassau, am 21. Mai die Maiandacht in Mietenkam und am 19. Juli die Familienwanderung auf die Rachlalm mit Bergmesse. Vom 2. bis 5. September seien zudem eine Fahrt nach Vierzehn-Heiligen, vom 18. bis 20. September Männertage auf dem Wendelstein und am 24. Oktober ein Frauentag auf der Fraueninsel geplant.

KLB-Geschäftsführer Wilkens machte zu Beginn seines Vortrags bei der Ursachenforschung für die Finanzkrise eine Deckungsgleichheit der politischen Analyse mit der katholischen Soziallehre aus. «Wie Bundeskanzlerin Angela Merkel feststellte, dass die finanziellen Exzesse der Banken und der Manager ohne Maß und Ziel zur Krise geführt haben, hatte auch Erzbischof Reinhard Marx gesagt, dass die Banken dafür sorgen, dass die Menschen in die Irre geführt werden», sagte Wilkens.

Politik und Kirche seien sich auch einig darüber, dass eine soziale Marktwirtschaft die ideale nationale und globale Wirtschaftsform sei. Wilkens gab allerdings seiner Befürchtung Ausdruck, dass die angestrebten staatlichen Bremsen und Kontrollen zu einer Gleichschaltung der ganzen Gesellschaft und zum Verlust der menschlichen Freiheit führen könnten.

Einige Punkte der katholischen Soziallehre sollten dies verhindern, nämlich die vorrangige Option für die Armen, das Prinzip der Personalität, das heißt, dass jeder Einzelne wichtig ist, und das Engagement der Gläubigen. Letzteres sei besonders wichtig, «weil sonst andere, wie die PDS oder die Ultra-Rechten, die Verantwortung übernähmen.

Wilkens zitierte weiter die Forderung von Beschäftigungsmöglichkeiten, so dass jeder die Möglichkeit haben müsse, aktiv am Sozialleben teil zu haben. Dazu solle Marx zufolge ein so genannter «Sozialstaats-TÜV» in den Bereichen Arbeit, Bildung und Familie eingeführt werden. vd

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