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Aus dem GEMEINDERAT

Marquartsteiner Haushalt 2021: Weniger Steuerausfälle als befürchtet

Die Konten der Gemeinde Marquartstein sind gut gefüllt, was zugleich heißt, es könnten hohe Verwahrentgelte anfallen. Oder auch, dass die große Baumaßnahme der Ortsdurchfahrt finanziell gut geschultert werden kann. Klinger
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Die Konten der Gemeinde Marquartstein sind gut gefüllt, was zugleich heißt, es könnten hohe Verwahrentgelte anfallen. Oder auch, dass die große Baumaßnahme der Ortsdurchfahrt finanziell gut geschultert werden kann. Klinger
  • VonManfred Peter
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Im Mittelpunkt der Gemeinderatssitzung in Marquartstein stand die Beratung des Haushalts für das laufende Jahr. Die gute Nachricht: Es gab weniger Steuerausfälle als befürchtet. Am Ende stand ein einstimmiger Beschluss.

Marquartstein – „Es ist wieder ein solider Haushalt“, freute sich Bürgermeister Andreas Scheck (BfM) in der Sitzung des Marquartsteiner Gemeinderats im Alten Bad in Unterwössen. Im Mittelpunkt stand die Beratung des Haushalts für das laufende Jahr.

Bei einem Gesamtvolumen von rund 13,8 Millionen Euro, wobei auf den Verwaltungshaushalt etwas über sieben Millionen Euro und auf den Vermögenshaushalt knapp 6,8 Millionen Euro entfallen, könnten dem Vermögenshaushalt 300 000 Euro zugeführt werden, so der Bürgermeister. Das liege zum einen daran, dass die Steuern nicht so stark gesunken seien wie eigentlich erwartet, und zum anderen hättten manche Ausgaben durch die aktuelle Situation nicht getätigt werden können, so Scheck.

Reichlich Rücklagen vorhanden

Die anstehenden Maßnahmen wie die Neugestaltung der Ortsdurchfahrt erforderten laut Scheck Entnahmen aus den Rücklagen. Die Entnahme ist im Haushalt mit knapp 3,45 Millionen Euro beziffert. Jedoch seien reichlich Rücklagen vorhanden, was sich am Haushaltsposten „Verwahrentgelt“ mit 28 000 Euro zeige, so der Bürgermeister. Er bezog sich dabei auf die Erläuterungen der Kämmerin Karoline Speckbacher.

Wie die Kämmerin ausführte, betrug das Verwahrentgelt (Negativzinsen für Konten-Guthaben; Anm. der Red.) im Haushalt 2020 noch 6700 Euro. Wenn sich im Geldbestand nichts ändere, fielen dieses Jahr eben die veranschlagten 28 000 Euro an. Doch seien durch die Baumaßnahmen Ausgaben zu erwarten, so die Kämmerin.

12 000 Euro für die Feuerwehr

Bei ihren Ausführungen zum Verwaltungshaushalt ging die Kämmerin kurz auf einige einzelne Posten ein, die einer kurzen Erläuterung bedurften. Wie auf die knapp 12 000 Euro für die Feuerwehr, womit das Fahrzeug LF 10/6 technisch für einen besseren Ablauf bei Einsätzen aufgerüstet werden soll. Oder die Schulverbandsumlage, die sich heuer auf 130 000 Euro belaufen wird, da in Grassau immer noch Schulcontainer für den reibungslosen Schulbetrieb benötigt werden und dafür Miete anfällt. Zudem auf neue Posten wie für den Bücherschrank des gleichnamigen Arbeitskreises, für den dieses Jahr erstmalig 3100 Euro eingestellt sind.

In der Jugendarbeit geht nichts

Mit etwas Wehmut ging Speckbacher auf die Kostenstelle „Einrichtungen der Jugendarbeit – Jugendpfleger“ ein. Auch dieses Jahr bleibe die Spalte leer, da aus den bekannten Gründen in diesem Bereich leider nichts gehe, meinte sie. In dieses Themenfeld fällt auch die Turnhallenmiete der Gemeinde, die dieses Jahr mit 12 000 Euro nur rund ein Drittel dessen beträgt, was im Jahr zuvor dafür angefallen war. In punkto der Weiterentwicklung der Gemeinde verwies die Kämmerin auf die 70 000 Euro im Haushalt, die für die Überarbeitung und Fortführung der verschiedenen Bebauungspläne vorhanden sind.

5,25 Millionen Euro für Ortsdurchfahrt gebucht

Die Erläuterung der Kämmerin zum Vermögenshaushalt waren geprägt von den Ausgaben, die mit der geplanten Sanierung und Neugestaltung der Ortsdurchfahrt verbunden sind. Für die gesamte Maßnahme sind im Haushaltsplan rund 5,25 Millionen Euro verbucht. In diesen Betrag sind auch Nebenkosten wie für die Planung enthalten. Auf die Gemeinde selbst fallen nach den momentanen Berechnungen knapp 2,9 Millionen Euro und als Einnahmen kann die Gemeinde mit etwa 2,35 Millionen Euro kalkulieren. Bei der Baumaßnahme der Ortsdurchfahrt sollen zugleich die Wasserversorgung saniert und erweitert werden. Dazu wird im Haushalt ein Betrag von 756 000 Euro vorgesehen.

Leichte Steigerung bei der Einkommenssteuer

Bei den Einnahmen geht die Kämmerin von einer leichten Steigerung bei der Einkommenssteuer auf 1,9 Millionen Euro aus. Die Schlüsselzuweisung wird nach ihren Berechnungen im Gegenzug leicht rückläufig sein und 843 000 Euro betragen. Bei der Gewerbesteuer geht Speckbacher von einer leichten Erhöhung aus und hat diese auf 900 000 Euro veranschlagt.

Auch der Finanzplan bis 2024 zeigt keine Besonderheiten auf.

So wurden der Haushalt wie auch der Finanzplan einstimmig vom Gemeinderat angenommen.

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