Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Maler der Münchner Schule feiert 90. Geburtstag

Marquartsteiner bereichert nicht nur die Chiemgauer Kunstszene

Georg Beyer mit seinem Gemälde „Letzte Rosen“.
+
Georg Beyer mit seinem Gemälde „Letzte Rosen“.
  • VonChristiane Giesen
    schließen

Der berühmte Chiemgauer Maler aus Marquartstein, Georg Beyer, feiert seinen 90. Ehrentag.

Marquartstein – Ein Bewunderer bezeichnete den bekannten Marquartsteiner Maler Georg Beyer zurecht als einen der „letzten Maler der Münchner Schule“. Seit Jahrzehnten ist er aus den Gemeinschaftsausstellungen der großen Häuser im Chiemgau und weit darüber hinaus nicht mehr wegzudenken und auch viele Einzelausstellungen, besonders in der Torhalle oder der Inselgalerie auf Frauenchiemsee, bereichern bis heute die Kunstszene.

Georg Beyer malt lebendige Bilder

Die Münchner Schule, der unter anderem Franz von Lenbach, Wilhelm Leibl oder Franz Defregger angehörten, zeichnete sich durch Genauigkeit und Naturalismus bei der Darstellung sowie eine besonders wirkungsvolle Farbgebung aus. Auch die Bilder von Beyer sind geprägt von einer besonderen Liebe zum Detail, die dennoch die harmonische Gesamtkomposition nirgends beeinträchtigt. Deutlich wird das gerade bei den so echt gemalten Blumen, dass man glaubt, sie als lebendige Pflanzen berühren zu können. Er malt unvergleichlich natürlich, bis auch das letzte Detail, die kleinste Nuance wahrheitsgetreu eingefangen ist. Daneben gibt es Landschaftsbilder mit unverwechselbaren Stellen im Chiemgau, oft auf der Fraueninsel oder vom Ufer aus in Blickrichtung Insel. Vom technischen Können her zeugen Beyers Bilder immer von hoher Meisterschaft, wobei er sich, seiner Überzeugung treu, immer den schönen Seiten der Welt widmet.

Künstler lebt seit 1959 in Marquartstein

Seit 1959 lebt der Künstler in Marquartstein, wo er auch seine Frau kennenlernte, mit der er nun 60 Jahre lang verheiratet ist. Er wurde am 8. Mai 1932 auf dem Staatsgut Simonshof, Gemeinde Bastheim in Unterfranken, als viertes Kind von Johann und Hedwig Beyer geboren. 1940 kehrte die Familie in ihre schwäbische Heimat zurück, als der Vater in Höchstädt an der Donau eine Gärtnerei erwarb. Nach der Volksschule in Höchstädt und dem Abitur auf dem Albertus-Gymnasium in Lauingen studierte er von 1953 bis 1957 Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in München. Nach dem Examen arbeitete Beyer als Kunsterzieher an verschiedenen Gymnasien in München, Marquartstein und Prien und machte sich als selbstständiger Maler und Zeichner einen Namen.

Weitere Artikel und Nachrichten aus dem Chiemgau finden Sie hier.

Nicht nur in Ölbildern und Aquarellen erschöpft sich seine künstlerische Arbeit. Er ist zudem ein begnadeter Grafiker und Karikaturist. Seine Comics, voll von Humor, Lebendigkeit und einem untrüglichen Blick für die Kleinigkeiten des Lebens in ganz normalen Alltagssituationen, sind bei den Lesern beliebt. Seit fast 50 Jahren illustriert er zum Beispiel Geschichten für die „Altbayerische“. Dabei unterhält er mit „Franz und Flori“. Seit den 1960er-Jahren fertigte er grafische Arbeiten für verschiedene Verlage und illustrierte rund 30 Bücher mit seinen pointierten und oft witzigen Zeichnungen. BS

Mehr zum Thema

Kommentare