Marquartstein: Schule im Ausnahmezustand

So sieht der Unterricht mit Mundschutz und Abstandam Landschulheim Marquartstein aktuell aus. re

Die zwölfte Jahrgangsstufe des Landschulheims (LSH) Marquartstein wird in Form von „Präsenzunterricht“ auf das Abitur vorbereitet. Bereits im Vorfeld hatte die SchulleitungMaßnahmen zur Erstellung und Einhaltung strenger Hygienestandards durchgeführt.

Marquartstein– Verbindlich festgelegt sind in Hygienekonzept Abstandsregeln, ein „Einbahnstraßensystem“ im Schulgelände, so dass Begegnungen minimiert werden, und das verpflichtende Tragen von Mund-Nase-Schutzmasken. Bereits beim Betreten der Schule ist jeder Einzelne dazu angehalten, seine Hände zu desinfizieren. Türen stehen in der Regel immer offen, so dass niemand eine Türklinke anfassen muss.

Für den Kursunterricht wurden die größten Räume der Schule, darunter auch der Festsaal und der Kunstsaal, so ausgestattet, dass jeder Schüler zu seinem Nachbarn minimal 1,50 Meter Abstand hat.

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Vor Beginn des eigentlichen Unterrichts erteilten die Oberstufenkoordinatoren, Helmut Liebl und Peter Straßer, den Schülern umfassende Informationen zu allen Sonderregelungen sowie zu den Hygienestandards, dann begrüßte der Schulleiter Christian Czempinski die Abiturienten und zeigte sich optimistisch, was die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts und die Durchführung des Abiturs 2020 betrifft.

Die meisten Schüler hatten sich tatsächlich auf den Schulstart gefreut, weil das Homeschooling viele vor völlig neue Herausforderungen gestellt und ihnen viel Disziplin abverlangt habe. Anahita Götschl konnte dem Onlineunterricht dennoch auch etwas Positives abgewinnen: „Man kann sich seine Zeit selbst einteilen und sich auf seine Schwächen konzentrieren. Ich bin froh, dass nun etwas vorangeht. Und natürlich ist es besser, Fragen persönlich stellen zu können. An den Mundschutz wird man sich auch noch gewöhnen.“ Charlotte Kilger, die ebenso heuer ihr Abitur ablegen wird, schildert die Situation im Internat: Beim Essen würden die Schüler in weiter Entfernung zueinander sitzen, jeder bewohne nun ein Einzelzimmer, bei Kontakt mit anderen Schülern müsse auch im Internatsbereich ein Atemschutz getragen werden. Die Schülerin klagt, dass das Pflegen von Freundschaften in Coronazeiten enorm erschwert sei. Auch Schulleiter Christian Czempinski schließt sich diesem Urteil an und bedauert, dass Schule im Moment kein Begegnungsraum im eigentlichen Sinne sei.

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