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Gemeinde setzt sich für Natur- und Klimaschutz ein

Wenn Bäume den Klimaschutz bedrohen: So reagiert die Gemeinde Marquartstein auf das Problem

Die umliegenden Flächen der neu geschaffenen Parkplätzen an der Abzweigung Lindenstraße/Jägerweg, sollen mit einem weiteren Baum und drei Sträuchern zwischen der Bank sowie den Parkflächen bepflanzt werden.
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Die umliegenden Flächen der neu geschaffenen Parkplätzen an der Abzweigung Lindenstraße/Jägerweg, sollen mit einem weiteren Baum und drei Sträuchern zwischen der Bank sowie den Parkflächen bepflanzt werden.
  • VonManfred Peter
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Bäume Pflanzen für den Klimaschutz - diese Rechnung geht nicht immer auf. Das hat auch handfeste Gründe. Die Gemeinde Marquartstein macht sich nun daran, diesem Problem zu begegnen.

Marquartstein – Kleinere Flächen zwischen den Straßen und den Grenzen der Privatgrundstücke gehören zu einer schönen und attraktiven Umgebung sowie einer ansehnlichen und attraktiven Umwelt. Doch was für den Naturschutz zuträglich ist, kann für den Klimaschutz eine Hürde werden, wandte Gemeinderat Hubert Götschl (BfM) ein. Er meinte, zu hohe Bäume könnten zu einer ungewollten Abschattung von Dachflächen führen, die eventuell für eine Photovoltaikanlage genutzt werden können. Die infrage kommenden Flächen teilte Gemeinderatssprecherin Chrinstine Branz dem Beirat mit.

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Der Beirat erarbeitete hierzu mit Unterstützung von Kreisfachberater Markus Breier in mehreren Abstimmungsprozessen Vorschläge. Bürgermeister Andreas Scheck (BfM) führte aus, bereits mit einem regionalen Planer gesprochen und eine niederschwellige Auftragsbearbeitung auf Stundenbasis ausgestellt zu haben. Die Anlieger würden bei einer Realisierung eingebunden, so der Bürgermeister. Für die Umsetzung der Maßnahmen sollten 10.000 Euro im Haushalt 2022 bereitgestellt werden. Der Beirat hat mögliche Aufwertungsvorschläge für Flächen an der Lindenstraße mit einem Baum und drei Sträuchern, an der Geiglsteinstraße mit zwei Bäumen und drei Sträuchern, am Altweg mit drei Bäumen und drei bis vier Naschsträuchern und am Parkplatz Hochplatte mit zwei Bäumen und drei Alpenrosen im Bereich der vorhandenen Sitzgruppe sowie weiter je einen Baum zwischen den Parkflächen unterbreitet.

Gesamtkosten ohne Bepflanzung belaufen sich auf 2230 Euro

Je Strauch können laut Branz 45 Euro und je Baum mit einem Durchmesser von zehn bis zwölf Zentimeter 200 Euro inklusive der Pflanzung veranschlagt werden. Die Gesamtkosten ohne die Bäume am Hochplattenparkplatz würden sich somit auf rund 2230 Euro belaufen, sagte die Beiratssprecherin. Laut ihr sollen die Flächen, je nach Standort, mit verschiedenen Baum- und Straucharten bepflanzt werden. Der Bürgermeister schob ein, dass man für die Begleitgestaltung der Bereiche einen etwas höheren Betrag im Haushalt einstellen und man sich vorerst auf die Linden- und Geigelsteinstraße konzentrieren werde. Der Gemeinderat Klaus Hell (BfM) und Götschl brachten ein, auf die Anliegen der Nachbarn der betroffenen Flächen einzugehen und diese von Beginn an bei der Auswahl der Bäume zu berücksichtigen. Götschl meinte weiter, dass verstärkt Photovoltaikanlage gewollt seien, weswegen auch auf eventuelle Abschattungen geachtet werden müsse, wenn gepflanzte Bäume größer würden.

Parkflächen sollen ebenfalls neu bepflanzt werden

Berücksichtigt werden müssten auch Starkwindereignisse, bei denen große Bäume schwanken würden und auch, dass mit einer Bepflanzung die Sichtdreiecke eingeschränkt werden könnten. Gemeinderat Christian Dögerl (CSU) empfahl, nach 15 bis 20 Jahre zu prüfen, ob ein gepflanzter Baum noch passe, wozu die Möglichkeiten von Rückschnitt und Entfernung dessen, offengehalten werden müsse. Ob durch Eigenleistungen die Pflanzkosten gespart werden könnten, wollte Gemeinderat Michael Elgass (Grüne/Offene Liste) wissen. Hierzu erwiderte Scheck, dass er sich das, wie auch die von Branz angeregten Baumpatenschaften, vorstellen könne. Eine Neubepflanzung zwischen den Parkflächen an der Hochkplattenbahn soll auch nachgedacht werden. Hier wurde die Bepflanzung aufgrund unkontrollierter Müllablagerung entfernten, schloss der Bürgermeister. Das Gremium beschloss einstimmig die Bereitstellung der veranschlagten 10.000 Euro zur Umsetzung der Maßnahmen.

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