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Gemeinderat bestätigt Pläne

Entwurf vorgestellt: So soll das neue Ortszentrum in Marquartstein aussehen

In der Grafik mit der Perspektivansicht lässt sich gut erkennen, wie das neue Ortszentrum von Marquartstein aussehen und wie die aktuell vorhandenen freien Flächen mit modernen Gebäuden bebaut werden könnte. Peter
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In der Grafik mit der Perspektivansicht lässt sich gut erkennen, wie das neue Ortszentrum von Marquartstein aussehen und wie die aktuell vorhandenen freien Flächen mit modernen Gebäuden bebaut werden könnte. Peter
  • VonManfred Peter
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Die Planungen zur Neugestaltung des Ortszentrums in Marquartstein standen in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats im Alten Bad in Unterwössen erneut im Mittelpunkt der Tagesordnung.

Marquartstein – Planer Norbert Thaler wurde per Videokonferenz zugeschaltet, um seinen Entwurf vorzustellen. Im Wesentlichen umfasst der Vorschlag für die neue Ortsmitte fünf Bauelemente, die sich aus den Bereichen Wohnen, Gewerbe, Café, Ärztezentrum und Apotheke gestalten und die nicht überdimensioniert seien, wie Thaler betonte.

Die zentrale Lage mit dem Sprung zur Staudacher Straße sei sehr spannend gewesen. Wobei Thaler mit Sprung die topografische Begebenheit mit der natürlichen kleinen Hangkante meinte. Die Raumkanten der Gebäude seien aus der Umgebung heraus entstanden. Um Bezüge zu Bestandsgebäuden zu wahren, Sichtachsen, Wegeverbindungen und qualitätvolle Räume zu schaffen, sei es erforderlich gewesen von den üblichen rechteckigen Baukörpern abzuweichen.

Quartiersplatz mit halböffentlichem Charakter

Die Formen der Gebäude wirken sich auch auf die Dachgestaltungen aus. Bei den Wohnungen wurde darauf geachtet, dass Aufenthaltsräume zu den innen liegenden Bereichen orientiert sind, um die Wohnqualität der Bewohner zu gewährleisten.

Unattraktive Rückseiten werden nach den Worten von Thaler durch die aufgeteilte Eingangssituationen in die Gebäude – öffentliche Nutzungen von den Straßen und Plätzen und private Wohnungen von den Innenhöfen – vermieden.

Der Quartiersplatz, der im inneren Bereich des neuen Zentrums zwischen dem nördlichen Wohngebäude, dem westlich begrenzenden Wohn- und Geschäftsgebäude mit Apotheke und dem Ärztezentrum im südlichen Abschluss entstehen soll, wird nach den Erläuterungen der Architekten halböffentlichen Charakter erhalten und kann, mit passender Begrünung, von Anwohnern auch als Spielbereich genutzt werden. Am Marktplatz wie auch am Ärztehaus werden auch oberirdische Parkplätze entstehen.

Wasserdurchlässige Flächen in der Gestaltung genutzt

Bei den Überlegungen hat laut Thaler das Klima eine große Rolle gespielt. So seien weitreichend wasserdurchlässige Flächen in der Gestaltung genutzt worden, die mit Grün und Bäumen unterbrochen seien, so der Planer. Für die Tiefgarage sei die vorhandene Topografie genutzt und weitgehend erhalten worden.

Dem Entwurf merke man an, dass sehr auf die Öffentlichkeit und die Privatheit geachtet worden sei, sagte Bürgermeister Andreas Scheck. Die besonderen Gebäudeformen seien besonders dafür geeignet, die rund 6000 Quadratmeter ansprechend zu bebauen.

Lift untypisch in dörflich geprägten Gegenden

Klaus Hell (BfM) sprach den Höhenunterschied, den Thaler als spannenden Sprung zur Staudacher Straße bezeichnet, an und monierte, dass von Osten her der Quartiersplatz nicht barrierefrei erschlossen sei. Es wäre ihm ein großes Anliegen das umzusetzen. Um die sogenannte „Arenatreppe“ überwinden zu könnten, müsste mit dem Fahrstuhl gefahren werden, so Hell. Ebenso befürchte er, dass der beabsichtigte Marktplatz zu überdimensioniert sei.

Es seien drei Meter Höhenunterschied, die überwunden werden müssten, sagte Thaler. Somit wäre eine Rampe mit den vorgegebenen und erforderlichen Neigungen aus Platzgründen nicht realisierbar. Ein Lift sei sicher etwas untypisch in dörflich geprägten Gegenden. In vielen Bereichen stelle ein Lift für Rollstühle und Kinderwagen kein Problem dar.

Zum Marktplatz meinte Thaler, wenn man die Erschließung des Platzes anschaue, bleibe ein überschaubarer Bereich übrig und der Marktplatz sei dadurch nicht zu groß.

Neue Fassaden in den Altbestand mit einbeziehen

Martin Riedel (CSU) bezeichnete die modernen Gebäude als sehr ansprechend. Er wollte wissen, ob bereits Ideen vorhanden sind, wie sie mit ihrer Fassadengestaltung mit dem vorhandenen Bestand verbunden werden könnten. Die neuen Fassaden könnten nicht getrenntgesehen werden, so der Architekt. Sie müssten in den umliegenden Bestand eingebunden und mit ortsüblichen Materialien erstellt werden.

Wie die Wettbewerbsjury hat sich der Gemeinderat ebenfalls einstimmig für den Entwurf von Thaler Thaler Architekten entschieden und einstimmig den Beschluss bestätigt.

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