Marquartstein: Neue Ortsdurchfahrt kommt später

Auf den Entwurfsplan ist gut ersichtlich, dass der Umbau der Ortsdurchfahrt mit Neugestaltung der Bushaltestellen und Straßeneinmündungen ein umfangreiches Projekt ist. Dadurch wird bei den Kosten der sogenannte EU-Schwellenwert überschritten, was eine europaweite Ausschreibung erforderlich macht. Manfred Peter
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Auf den Entwurfsplan ist gut ersichtlich, dass der Umbau der Ortsdurchfahrt mit Neugestaltung der Bushaltestellen und Straßeneinmündungen ein umfangreiches Projekt ist. Dadurch wird bei den Kosten der sogenannte EU-Schwellenwert überschritten, was eine europaweite Ausschreibung erforderlich macht. Manfred Peter

Im Zuge der Planungen der Straßenbaumaßnahmen „Ortsdurchfahrt B305“ sei auch der Sanierungsbedarf anderer Sparten, wie bei der Entwässerung und der Trinkwasserversorgung, untersucht worden, führte Bürgermeister Andreas Scheck (Bürger für Marquartstein) in der jüngsten Gemeinderatssitzung aus.

Marquartstein–. Zusätzlich sollten mit der Maßnahme die Infrastrukturen für den späteren Glasfaserkabelausbau und die Fernwärmeversorgung miteingeschlossen werden, um den Aufwand bei eventuell später anfallenden Tiefbauarbeiten gering zu halten und nicht gleich wieder die Straße aufreißen zu müssen, so Scheck weiter.

Das habe dazu geführt, dass bei den Kosten der EU-Schwellenwert überschritten worden sei und so nach EU-Vergaberecht eine europaweite Ausschreibung erforderlich sei. Das bedeutet, dass die weitere Planung und Bauleitung nun zunächst EU-weit ausgeschrieben werden müsse, bevor es weitergehen kann, so Scheck. Die Ausschreibung ist auch erforderlich, um nicht eine spätere Rückforderung von Fördermitteln zu riskieren.

Gemeinderat Martin Riedl (CSU) regte an, ob durch die aktuelle Situation der Pandemie in der Ausschreibung berücksichtigt werden könne, dass Arbeiter oder zumindest ein gewisser Anteil der Arbeitskräfte, aus der Region auf der Baustelle zum Einsatz kommen sollten. Denn es zeige sich, so Riedl weiter, dass es momentan auf Baustellen zu Verzögerungen komme, da die Arbeiter aus den Nachbarländern nicht einreisen könnten. Scheck sicherte zu, diese Möglichkeit prüfen zu lassen.

Wie der zeitliche Ablauf der Ausschreibung ausschaut, wollte 2. Bürgermeisterin Claudia Kraus (Grüne/Offene Liste) wissen. Dazu erklärte Scheck, dass die Ausschreibung zeitnah erfolge und es nach der sogenannten Eröffnung drei Monate dauere. Im Anschluss an die Debatte gab es für das Ausschreibungsverfahren und den damit verbundenen Kriterien ein einstimmiges Votum vom Gemeinderat. mp

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