Grundstückseigentümerin zieht Einverständnis zurück

Marquartstein muss Bauprojekte auf neuen Flächen umplanen

Auf diesen Flächen in Marquartstein sollte neuere Wohnraum entstehen. Doch eine Grundstückseigentümerin zog ihr Einverständnis zurück. Das hat Einfluss auf die Bebauungsplän e „Brandäcker II“ und „MARO Wohnprojekt“.
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Auf diesen Flächen in Marquartstein sollte neuere Wohnraum entstehen. Doch eine Grundstückseigentümerin zog ihr Einverständnis zurück. Das hat Einfluss auf die Bebauungsplän e „Brandäcker II“ und „MARO Wohnprojekt“.

Eine Marquartsteiner Grundstückseigentümerin zieht ihr Einverständnis für Teil eines großen Wohnprojekts überaschend zurück – eine lückenlose Erschließung ist dadurch nicht mehr möglich. Bürgermeister Andreas Scheck will aber nicht das ganze Vorhaben aufgeben.

Marquartstein – Die Gesamtüberplanung des Areals im Ortsteil Freiweidach bezog neben der gemeindlichen Flächen auch private Grundstücke ein. Final scheiterten nun aber die Verhandlungen mit einer Eigentümerin. Daher stellte der Gemeinderat einstimmig das Verfahren zum Bebauungsplan „Brandäcker II“ in der jüngsten Sitzung ein.

Ebenso davon betroffen ist die Aufstellung des Bebauungsplans „Wohnprojekt MARO“, das südlich im Anschluss des Wohnbaugebietes „Brandäcker“ auf privaten Flächen vorgesehen war.

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Wie Bürgermeister Andreas Scheck (BfM) ausführte, war in die Überplanung auf Wunsch der Eigentümerin auch ein Privatgrundstück mit einbezogen worden, da aufgrund fehlender Zufahrt keine Erschließung möglich war. Die Eigentümerin hatte der Schaffung von gefördertem, barrierefreiem Wohnraum inklusive einer Wohngruppe für Senioren und Demenzkranker auf ihrem Grundstück zugestimmt. Gleichzeitig sollten weitere offene Grundstücksangelegenheiten zwischen der Eigentümerin und der Gemeinde geregelt werden.

Verlegung auf Gemeinde-Flächen

Auf Grundlage des Entwicklungskonzeptes „Am Sportplatz“ wurden im Dezember die Aufstellungsbeschlüsse für die Bebauungspläne „MARO Wohnprojekt“ und „Brandäcker II“ gefasst.

Nach Bedenken von Bürgern und einem Bürgerbegehren über die Ausgestaltung auf dem Areal gab es im Juli einen Planungsworkshop. Die Ergebnisse seien in die Planung eingearbeitet worden, sagte Scheck. Der derzeitige Planungsstand wäre „eine städtebaulich gelungene, bedarfsgerechte und auch auf die Belange der Anwohner achtende Lösung“ gewesen.

Auf Nachfrage unserer Zeitung, ob dies einen negativen Einfluss auf das Vorhaben des „Wohnprojektes MARO“ und die gesamte Entwicklung auf dem Areal habe, sagte Scheck: „Das Wohnprojekt wird weiterverfolgt.“ Es werde nun „etwas weiter Richtung Norden auf die Flächen der Gemeinde verlegt“. Sicher wäre eine lückenlose Erschließung und Überplanung städtebaulich und ortsgestalterisch günstiger gewesen. Über das weitere Vorgehen werde zeitnah beraten und entschieden. (mp)

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